Darf ich vorstellen: Das Schwangerschaftsmonster

Das Schwangerschaftsmonster
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Nele Hillebrandt

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Langsam schleppt es sich von Zimmer zu Zimmer, lässt sich auf das Sofa fallen und grummelt vor sich hin. Der Mann eilt herbei und versucht es mit nettem Zureden: „ich kann dir auch was anderes zu essen machen. Worauf hast du denn hunger?“ Doch das Schwangerschaftsmonster will nichts anderes. Es hatte sich so auf Milchreis gefreut und jetzt war alles verdorben. Und wer war Schuld? Der Mann natürlich! Er hat schließlich erst zu wenig Reis genommen, dann versucht den zu flüssigen Brei mit Pudding anzudicken und letztendlich, weil alles klumpig war, alles püriert.

Püriert?? Jaaaa, püriert! Vielleicht als Training. Wenn das Baby soweit ist, muss schließlich auch alles püriert werden! Vielleicht auch aus Verzweiflung, weil er schon kommen sehen hat, dass das Schwangerschaftsmonster keine Gnade kennen würde.

Ja, man könnte jetzt drüber lachen. Aber das Schwangerschaftsmonster ist grummelig. Sodbrennen, schwere Beine, der dicke Bauch, nicht mehr machen dürfen was man will, wann man will. Alles nervt einfach nur noch. Und kein Mann kann das verstehen. Kann verstehen, dass der Milchreis zumindest kurzzeitig Rettung vom Sodbrennen versprach. Dass jetzt die ganze Milch aufgebraucht, kein Milchreis da und morgen auch noch ein Feiertag ist. Dieser behinderte Murphy!

„Ich esse jetzt gar nichts! Da wird das Sodbrennen wenigstens nicht schlimmer!“, faucht das Schwangerschaftsmonster und versengt dem armen Mann mit ihrem Feuer-Atem fast die Haare. Zu Glück hat der Mann schon zu Beginn des Milchreis-Pudding-Fiaskos seine Rüstung angezogen! Auch kennt er sein Schwangerschaftsmonster bereits sehr gut und zieht sich jetzt zurück um das Feuer langsam ausbrennen zu lassen. Eine Zeit lang hört er noch gegrummel, zwischendurch auch das ein oder andere Schnaufen. Irgendwann wird es still.

Ein paar Minuten später hört er wie sich etwas (oder jemand?) langsam in die Küche schleppt. Er überlegt kurz und beschließt dann, dass er die Aufmerksamkeit lieber noch nicht wieder auf sich lenkt. „Ich mache jetzt Kaiserscharrn, willst du auch?“, tönt es aus der Küche und erleichtert atmet der Mann aus. „Oh ja! Gerne!“, ruft er, während er schon aufsteht und in die Küche geht.

Bevor er diese betritt, wirft er jedoch schnell einen Blick um die Ecke (man kann ja nie wissen) und sieht zum Glück nur seine Frau. Die steht am Ofen und rührt in einer Schüssel. Für diesen Moment scheint das Schwangerschaftsmonster das Haus verlassen zu haben. Doch der Mann weiß mittlerweile zugut, wie schnell es zurück kehren kann und legt seine Rüstung darum so ab, dass er sie im Zweifelsfall schnell wieder erreichen kann.

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