Erfolgreich mit einem Mama-Blog. Geht das?

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Erfolgreicher Mama-Blog
© undrey / Bigstock.com

Ich weiß nicht, ob es euch alle interessiert aber von einigen wurde schon ab und zu mal nachgefragt. Darum möchte ich heute mal ein paar Fragen zum Thema „Erfolgreich mit einem Mama-Blog“ beantworten.

Was ist eigentlich „erfolgreich“?

Um die Frage, ob man mit einem Mama-Blog erfolgreich sein kann, beantworten zu können, muss man sich erst einmal fragen, was denn „erfolgreich“ eigentlich ist? Heißt das, dass man mit dem Blog (viel) Geld verdient? Oder einfach nur, dass viele Leute ihn lesen? Dass man in Zeitschriften oder auf anderen großen Portalen zitiert oder interviewt wird? Oder, dass man gar berühmt ist?

Was man mit einem Mama-Blog eher selten erreichen wird

Generell ist es eher unwahrscheinlich, dass man mit einem Mama-Blog weit über die „Bloggosphäre“ hinaus berühmt wird. Das ist ein bisschen wie bei Musikern oder anderen Künstlern: Es gibt unwahrscheinlich viele und innerhalb der Szene kennt man sich wahrscheinlich ganz gut, wirkliche Superstars werden aber nur ganz, ganz, ganz wenige.

Berühmt wird man mit seinem Mama-Blog somit wahrscheinlich eher nicht. Alle anderen oben angesprochenen Punkte kann man aber durchaus erreichen. Wenn man sehr hart arbeitet und einen Plan hat.

Wie erfolgreich ist Faminino?

Faminino gibt es mittlerweile seit knapp 1,5 Jahren und wir sind super zufrieden mit dem, was wir bisher geschafft haben. Wir haben mittlerweile über 10.000 Follower (die meisten davon auf Facebook) und über 150.000 Seitenaufrufe im Monat.

Was verdienen wir mit unserem Mama-Blog?

Im Monat verdienen wir mit Faminino etwa 2.000 Euro und das ohne Sponsored Posts. Wir nutzen Affiliate-Links: Wenn jemand über einen solchen Link etwas kauft, erhalten wir eine Provision, der Preis ändert sich für den Käufer nicht. Unsere Links sind natürlich gekennzeichnet.

Allerdings geht von den 2.000 Euro noch einiges ab: Steuern, Krankenkasse, andere Versicherungen, IHK, alle wollen ihren Anteil haben. Zudem investieren wir jeden Monat eine dreistellige Summe in Werbung und Goodies und es kommen Gebühren für das Hosting etc. dazu. Alles in allem bleibt uns von dem Geld momentan wohl gerade mal 1/4. Das ist aber für uns ok. Wir haben noch ein paar andere Projekte, wie z. B. Blogmojo, und leben insgesamt auch sehr sparsam. Wir investieren momentan halt lieber in den Blog als von dem Geld in den Urlaub zu fahren (Urlaub gemacht haben wir zuletzt 2015).

Sind wir also erfolgreich?

In meinen Augen ja! 🙂 Ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir erreicht haben. Das heißt aber nicht, dass ich mich jetzt zurücklehne und ausruhe. Wir arbeiten jeden Tag daran, den Blog besser zu machen! Das tolle an diesem „Job“ ist, dass ich mir selbst aussuchen kann, woran ich wann arbeite, das blöde ist aber auch, dass man irgendwie alles können muss.

Das, was große Redaktionen auf mehrere Schultern verteilen, ruht hier bei uns alles auf unseren zwei (bzw. vier). Ich habe dabei noch Glück, dass Finn dabei ist und wir das gemeinsam wuppen. Trotzdem wünsche ich mir manchmal einen Fotografen oder jemanden, der sich zumindest ab und zu mal um unsere Social-Media-Kanäle kümmert.

Blogger sein ist nämlich vor allem eins: ständig online sein. Beiträge schreiben, Fotos machen, Fotos bearbeiten, Facebook, Instagram, Pinterest, Twitter und am besten noch Youtube. Dabei ist es egal, ob man Mama-Blogger, Fashion-Blogger oder Technik-Blogger ist. Manchmal wächst auch mir das alles über den Kopf, vor allem, da wir ja auch das Baby hier haben und ich meine Zeit mit ihm auch genießen will.

Meine Routine für einen erfolgreichen Tag

Zugegeben: Ich schaffe es nicht jeden Tag super produktiv zu sein. Und nicht jeden Tag schaffe ich das, was ich mir vorgenommen habe. Aber ganz oft schon. Mir hilft es dabei, dass wir einen extrem strukturierten Tag haben. Wir haben feste Zeiten, in denen wir arbeiten, Zeiten, die nur für's Baby reserviert sind und auch sonst ist unser Tag ziemlich durchgetaktet.

So arbeite ich vor allem dann, wenn das Baby Zeit mit Oma verbringt (mittlerweile Montags bis Freitags 1 bis 2 Stunden) und wenn er am Nachmittag schläft (weitere 1 bis 2 Stunden). Abends habe ich eigentlich geplant mind. 3 Stunden arbeiten zu können (von 20 bis 23 Uhr) aber leider mag das Baby momentan so gar nicht einschlafen und so komme ich da gerade mal auf 30 bis 60 Minuten. Das merkt man dann leider schnell in den sozialen Netzwerken und auch auf dem Blog ist (wie man sieht) deutlich weniger los.

Trotzdem komme ich insgesamt auf 2 bis 4 Stunden am Tag, an denen ich etwas schaffen kann. Leider kann ich davon jedoch wieder nur einen Teil nutzen, um wirklich für den Blog was zu machen. Putzen, Wäsche waschen, etc. fällt bei uns ja auch an und das erledige ich momentan lieber, wenn das Baby nicht da ist.

Was mir hilft

Ich versuche sehr genau zu planen, was ich wann machen will. Leider klappt das nicht immer und manchmal bin ich zu faul einen Plan aufzustellen. Das merke ich dann aber gleich und bin viel unproduktiver. Wenn ich es aber schaffe genau aufzuschreiben, was ich bis wann machen muss oder will, schaffe ich es auch meistens mich an diesen Plan zu halten.

Ich habe dafür Terminkalender, Post-Its und To-Do-Listen, weil ich damit einfach besser zurecht komme als mit dem Kalender auf dem Telefon oder Computer.

Außerdem hilft es mir, wenn ich direkt mit den Sachen starte, die ich schon länger aufgeschoben habe. Danach fühle ich mich super und bin direkt motivierter mit den anderen Dingen weiter zu machen.

Was dir das bringt?

Auch wenn du keinen Blog hast, hast du ja dennoch eine Menge Dinge zu erledigen! Einigen macht das vielleicht keine Probleme aber bei den meisten ist es wahrscheinlich eher so wie bei mir: Manchmal läuft alles super und manchmal hat man einfach keine Lust.

An eben diesen „Keine-Lust-Tagen“ ist es besonders wichtig sich einen Plan zu machen: Schreibe dir kurz auf, was du heute alles schaffen willst (manchmal reicht es auch sich im Kopf einen Plan zu machen) und dann lege einen Zeitpunkt fest, an dem du diese Aufgaben angehen wirst. Manchmal hilft es da, wenn man sich auf dem Handy einen Wecker stellt. Und wenn dieser klingelt: Auf gehts! Machen!

Du wirst sehen: Wenn man erst mal angefangen hat, geht es meist ganz leicht von der Hand und man schafft mehr als man gedacht hätte 😉

So viel erstmal zu unserem Blog und unsere Routine. Interessiert dich das und würdest du mehr dazu erfahren wollen? Schreibe mir gerne über die Kommentare, Facebook oder Instagram!

6 KOMMENTARE

  1. Also ich für meinen Teil finde das voll spannend. Aber ich wüsste jetzt nicht, ob ich selber strukturiert dazu wäre. Oder mir genügend Themen einfallen würden.
    Und dann die Zeit. Denke, das ist schon ganz schöner Spagat zwischen Familie/Partner, Haushalt und man selber braucht ja auch mal Zeit für sich

    • Oh ja, einfach ist es nicht wirklich 😀 Aber mir macht es Spaß 🙂 Und wenn ihr trotzdem mehr darüber wissen mögt, schreibe ich gerne ein bisschen dazu 😉

  2. Schließe mich der Meinung von Bianca an.
    So Tage, wo ich wirklich viel erledigen will und ich aber irgendwie nichts hin bekomm hab ich auch gelegentlich, mach mir dann eine Liste in priorisierter Reihenfolge und arbeite die dann ab. Sonst ist Bettzeit und ich hab nichts erreicht weil ich mich verzettelt hab.

    • Ok, das muss ich mal schauen, ob ich da mal ausführlich zu schreibe und eventuell auch ein paar schöne Quellen sammele 🙂

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