Vorname für weiblich mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Adele ist eng mit der historischen Kurzform Adela verbunden, darf aber nicht pauschal mit jeder Form von Adelheid gleichgesetzt werden. Das Dictionary of Medieval Names from European Sources führt Adela auf altenglisch æþel und althochdeutsch adal, „edel“, zurück. Im französischen Quellenmaterial erscheint Adele als Genitivform in einem Eintrag aus der Zeit um 1089 bis 1101 und als Obliquus 1133. Die mittelalterlichen Belege zeigen somit die Buchstabenfolge Adele, stehen im Register aber unter Adela.
Für die Geschichte der eigenständigen französischen Form Adèle bieten kirchliche Quellen konkrete Namensträgerinnen. Nominis nennt Adèle von Orp-le-Grand, eine Nonne im wallonischen Brabant, die um das Ende des 7. Jahrhunderts wirkte, und führt den 30. Juni als lokale Feier. Eine zweite Quelle dokumentiert Adèle de Batz de Trenquelléon, geboren 1789 und gestorben 1828, mit dem 10. Januar als Gedenktag. Der Akzent in Adèle markiert eine französische Schreibtradition. Das unakzentuierte deutsche und englische Adele teilt die Namensform, ist historisch aber nicht automatisch dieselbe Person oder Kalendertradition.
Quelle des Erstbelegs
| Datenraum | Jahr | Geschlecht | Rang | Bester Rang (Jahr) | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Schweiz | 2025 | Weiblich | 261 | 1 (2023, DE-nordrhein-westfalen) | Faminino Popularitätsindex |