Enthält Werbe-Links*

4 Tipps, um Muttermilch sicher und hygienisch aufzubewahren

0
Muttermilch aufbewahren
© Karunyapas / Bigstock.com

Kostbare Muttermilch muss stets korrekt aufbewahrt werden, nicht nur um das Risiko einer bakteriellen Kontamination zu minimieren, sondern auch, damit alle wichtigen Nährstoffe erhalten bleiben.

Vielfach besteht Unklarheit darüber, wie lange Muttermilch im Kühlschrank eigentlich aufbewahrt werden sollte, ohne dass es zu nennenswerten Einbußen in der Qualität kommt. Es geht dabei immer um eine hygienische, aber auch sichere Aufbewahrung. Wer Muttermilch aufbewahren möchte, sollte unbedingt auch auf die geeigneten Gefäße dazu achten. Denn längst nicht alle Behälter sind für die Aufbewahrung der wertvollen Muttermilch geeignet.

1. Die Muttermilch am besten in verschließbaren Glas- oder Polypropylen-Gefäßen aufbewahren

Tiefkühlbeutel oder normale Eisbeutel sollten nicht für die Lagerung von Muttermilch verwendet werden, denn sie sind nicht vor-sterilisiert. Um eine hygienische Aufbewahrung zu gewährleisten, haben sich jedoch verschließbare Gefäße aus Glas oder aus dem speziellen Kunststoff Polypropylen als geeignet herausgestellt. Wir haben die Aufbewahrungsgefäße von Philips Avent benutzt und waren sehr zufrieden damit:

Meine Empfehlung für dich
Philips Avent SCF618/10 Aufbewahrungssystem für Muttermilch, 10 x 180 ml Becher inklusive Deckel, Adapter

Preis inkl. MwSt. und ggf. zzgl. Versandkosten. Zuletzt aktualisiert am 13.12.2017 um 18:12 Uhr. Es handelt sich um Werbe-Links.

Im Fachhandel sind auch spezielle Muttermilchbeutel aus Polypropylen erhältlich. Polypropylen ist nicht zu verwechseln mit Polycarbonat, denn Gefäße aus diesem Hartplastik sollten dem Kindeswohl zuliebe nicht zur Aufbewahrung der Muttermilch dienen. Denn Hartplastik aus Polycarbonat steht im Verdacht, Bisphenol A in die Muttermilch abzugeben. Reichert sich diese chemische Substanz im Blut des Babys an, so könnte die Gesundheit durch die hormonähnlichen Wirkungen Schaden erleiden.

Zur Sicherheit sollte bei jeglicher Aufbewahrung von Muttermilch in Kunststoffflaschen beim Händler nachgefragt werden, ob diese auch wirklich frei von Bisphenolen sind. Spezielle Muttermilchflaschen können mit warmem Seifenwasser oder in der Spülmaschine gespült werden. Eine zusätzliche Sterilisation ist dann nicht erforderlich. Ist keine Seife verfügbar, so ist auch siedendes Wasser ausreichend.

2. Bei Raumtemperatur kann Muttermilch nicht sehr lange gelagert werden

Bei Frühchen oder Kindern mit bekannten Vorerkrankungen sollte für eine möglichst hygienische Aufbewahrung der Muttermilch auch der Rat der Hebamme oder des Gynäkologen eingeholt werden.

Bevor die Muttermilch abgepumpt wird, sollten stets beide Hände gründlich mit Wasser und Seife gereinigt werden. Ein zusätzliches Reinigen der Brust oder der Brustwarze ist jedoch nicht erforderlich, weil dadurch kein Zusatznutzen bei der Hygiene entsteht. Wer gleichzeitig abpumpen und stillen möchte, sollte stets nach dem Stillen abpumpen. Das schafft Vorräte für gelegentliche Trennungszeiten.

Ein gern genutztes Hilfsmittel zum Stillen sind dabei die sogenannten Muttermilchpumpen. Im Handel sind Handmilchpumpen oder elektronische Milchpumpen dafür erhältlich. Ist die Muttermilch hygienisch abgepumpt, dann gelten für die korrekte Aufbewahrung bereits seit dem Jahre 2011 bestimmte Richtwerte. Hebammen und Frauenärzte sind angehalten, Mütter nach der Entbindung darauf hinzuweisen. Bei normaler Raumtemperatur ist Muttermilch nicht länger als 6 bis maximal 8 Stunden haltbar. Kann die Milch innerhalb dieses zeitlichen Rahmens nicht verfüttert werden, so ist eine weitere Aufbewahrung nicht statthaft.

3. Das Einfrieren ist eine gute Konservierungsmethode für Muttermilch

Die Muttermilch aufbewahren im Kühlschrank kann in einem zeitlichen Rahmen von bis zu 72 Stunden erfolgen. Jedoch nur unter der Bedingung, dass der Kühlschrank eine konstante Innentemperatur von 4-6 °C aufweist und die Muttermilch nicht direkt an der Kühlschranktür aufbewahrt wird.

Es ist möglich, Muttermilch, die innerhalb von 24 Stunden gesammelt wurde, bei 4-6 °C aufzubewahren und anschließend einzufrieren. Die Muttermilch einfrieren ist also ebenfalls eine erprobte Methode der Haltbarmachung. Denn in der Tiefkühltruhe bei Temperaturen von mindestens -17 °C kann Muttermilch unbedenklich bis zu 6 Monate aufbewahrt werden.

Das Einfrieren von Muttermilch ist als Konservierungsart besonders dann ideal, wenn es schnell geschieht, dass Auftauen dagegen schonend und langsam. Muttermilch, die bereits aufgetaut aber noch nicht erwärmt wurde, hält sich bei einer Raumtemperatur von etwa 21 °C nicht länger als 3 Stunden. Im Kühlschrank hält sich aufgetaute Muttermilch ungeöffnet nicht länger als einen Tag.

Das Mischen von bereits gekühlter oder gefrorener und körperwarmer Muttermilch ist nicht zu empfehlen. Frisch gewonnene Milch sollte stets gut abkühlen, bevor sie zu bereits aufbewahrter Muttermilch hinzugefügt wird. Das Muttermilch auftauen sollte stets schonend geschehen, um die wertvollen Inhaltsstoffe wie Mineralien, Vitamine, Spurenelemente und komplexe Eiweißmoleküle bestmöglich zu erhalten.

4. Riecht aufgetaute Muttermilch anders als vorher, stellt das in der Regel kein Problem dar

Behälter mit Muttermilch zum Einfrieren sollten nie randvoll gefüllt werden, denn während des Gefrierprozesses dehnt sich die Flüssigkeit entsprechend aus. Sind die Behälter also zu voll, könnten sie durch den Frost platzen. Um einer Verschwendung der kostbaren Muttermilch vorzubeugen, sollte sie in Portionsgrößen von 60 bis 120 ml eingefroren werden

Beim Muttermilch auftauen ist oft festzustellen, dass diese durchaus etwas anders riechen und schmecken kann. Dies ist jedoch in der Regel kein Hinweis auf Verderbnis. Das in der Muttermilch enthaltene Enzym Lipase spaltet Fettsäuren auf, die diesen Geruch verursachen können.

Eine Gesundheitsgefahr für Säuglinge besteht dadurch aber nicht, im Gegenteil, denn diese Aufspaltung der Fettsäuren ist sogar hilfreich und nützlich im Hinblick auf eine geregelte Verdauung. Einige Kinder weigern sich jedoch, diese Milch zu trinken, manchmal ist dann eine Erhitzung auf etwa 40 °C hilfreich, denn dadurch wird die Aktivität des Enzyms Lipase gestoppt.

Quellen

  • Bundesinstitut für Risikobewertung (2017): Meine Muttermilch für mein Kind in der Kita oder Tagespflege, Merkblatt für Eltern, http://www.bfr.bund.de/cm/350/meine-muttermilch-fuer-mein-kind.pdf (abgerufen am 25. November 2017)
  • Infant Feeding Guidelines: information for health workers (2012), https://www.nhmrc.gov.au/guidelines-publications/n56 (abgerufen am 25. November 2017)

Dieser Artikel wurde bereits 0 Mal geteilt!

Nele

Hi! Ich bin Nele. Erzieherin, Bachelor-Psychologin und seit 11/2016 Mama von einem bezaubernden Babyjungen. Hier auf meinem Mama-Blog erfährst du, was mich bewegt und beschäftigt.

HINTERLASSE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

*Werbe-Hinweis: Bei den Links zu Amazon und cyclotest handelt es sich um Affiliate-Links. Das heißt, wenn du ein Produkt über diesen Link kaufst, bekomme ich eine kleine Provision. Natürlich musst du nicht über diese Links bestellen, aber der Preis ändert sich dadurch für dich nicht und du hilfst mir dabei, diese Website am Laufen zu halten! Vielen Dank dafür!