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Verhütung ohne Hormone: 12 Methoden, um hormonfrei zu verhüten

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Verhütung ohne Hormone

Viele Frauen würden gerne hormonfrei verhüten doch von der Pille loszukommen ist manchmal gar nicht so einfach. Die Alternativen sind entweder unbekannt oder haben (oft zu unrecht!) einen schlechten Ruf.

Ich habe den Versuch gewagt, die Pille abgesetzt und mit einem Verhütungscomputer verhütet. Hier habe ich zusammengefasst, welche Möglichkeiten es gibt ohne Hormone zu verhüten und welche Erfahrungen ich gemacht habe.

1. Meine Erfahrung: Wie ich selbst ohne Hormone verhütet habe

Noch während meines Studiums haben mein Mann Finn und ich entschieden, dass die Pille nicht das richtige Verhütungsmittel für uns ist. Wir vermuteten damals, dass ich durch die Hormone unter extremen Stimmungsschwankungen und regelmäßigen Kopfschmerzen litt. Gemeinsam entschieden wir, dass wir schauen wollen, ob dies sich ohne die Pille verbessert.

Nach langer Suche im Internet (zum damaligen Zeitpunkt war der Trend “Verhütung ohne Hormone” noch nicht wirklich existent), haben wir uns für einen Verhütungscomputer (damals noch den cyclotest baby, das Nachfolgemodell cyclotest myWay gab es damals noch nicht) entschieden.

Hormonfrei verhüten mit dem cyclotest myWay

Wir haben diesen Computer gewählt, da er deutlich sicherer als zum Beispiel der Persona ist und die Anwendung recht unkompliziert ist. Sechs Monate lang habe ich den Computer genutzt, wobei wir am Anfang den ganzen Zyklus über zusätzlich mit Kondom verhütet haben.

Ohne die Hormone der Pille ging es mir insgesamt deutlich besser. Die Stimmungsschwankungen reduzierten sich enorm und auch mit Kopfschmerzen hatte ich von da an nur noch selten Probleme.

Mit dem Verhütungscomputer kam ich sehr gut zurecht, ich habe mich aber zeitgleich intensiv mit meinem Zyklus auseinander gesetzt und habe die Auswertung des Computers immer auch ein wenig “kontrolliert”. Wenn ich zum Beispiel wusste, dass die Messung nicht sehr genau war, weil ich die Zeit nicht eingehalten habe, habe ich die Ergebnis besonders kritisch betrachtet.

Ich hatte irgendwann ein gutes Gefühl für meinen Zyklus und fühlte mich mit dem Computer sicher. Dies muss jedoch jedes Paar für sich entscheiden. Anschließend haben wir den Computer übrigens für den Kinderwunsch genutzt, die Anschaffung hat sich für uns also doppelt gelohnt.

Falls ich dein Interesse zu Verhütungscomputern geweckt habe: Eine Übersicht über verschiedene Modelle, Vor- und Nachteile sowie weiteres Hintergrundwissen findest du in meinem ausführlichen Ratgeberartikel “Verhütungscomputer-Vergleich: 6 Modelle im Überblick“.

2. Welche Verhütungsmittel ohne Hormone gibt es?

Methoden zur Verhütung ohne Hormone gibt es mehr als ich dachte. Einige, wie das Kondom, kennt dabei eigentlich jeder, viele andere sind den meisten jedoch unbekannt.

Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über natürliche, hormonfreie Verhütungsmethoden und deren Sicherheit (angegeben mit dem Pearl-Index, kurz PI, der angibt, wie viele Frauen von 100, die mit einer bestimmten Methode ein Jahr lang verhüten, schwanger werden).

2.1 Methoden der natürlichen Familienplanung

“Natürliche Familienplanung” (NFP) basiert darauf, dass man körperliche Symptome der fruchtbaren und unfruchtbaren Zeit während des Zyklus überwacht und dokumentiert. Diese Daten kann man dann sowohl dazu nutzen, zu verhüten, als auch schneller schwanger zu werden.

Vorteile dieser Methoden sind, dass man meist keine Hilfsmittel (abgesehen von einem Zettel, Stift und ggf. einem Thermometer) benötigt und dass einige diese Methoden bei richtiger Anwendung sehr sicher sind. Von Nachteil ist hingegen, dass man seinen Zyklus stets kontrollieren und bei der Auswertung einiges beachten muss.

MethodePearl-IndexAnmerkung
Verhütungs-computer0,6 – 6
  • einfache Anwendung
  • kaum unabhängige Studien zum Verhütungserfolg
  • Pearl-Index schwank stark von Gerät zu Gerät (am sichersten sind Kombinationscomputer wie der cyclotest myWay)
Basaltemperatur1 – 3
  • Erfordert Disziplin und Konsequenz, da die Basaltemperatur regelmäßig jeden Morgen gemessen werden muss
Zervixschleim15 – 32
  • nicht geeignet als alleinige Verhütungsmethode
  • Zervixschleimveränderungen sind nicht bei allen Frauen beobachtbar
Symptothermale Methode0,3
  • Kombination von Temperatur- und Zervixschleimmethode

2.2 Barriere-Methoden

Barriere-Methoden sind nichthormonelle Verhütungsmethoden, die dafür sorgen, dass die Spermien nicht zur befruchtbaren Eizelle gelangen können. Den Spermien wird somit ein Hindernis in den Weg gelegt, das sie möglichst nicht umgehen können.

Von Vorteil ist bei diesen Methoden, dass man sie nur einsetzt, wenn man tatsächlich Geschlechtsverkehr haben möchte, den Rest der Zeit braucht man nicht an diese zu denken. Nachteilig ist jedoch, dass man diese Mittel stets griffbereit haben muss, egal ob zu Hause oder unterwegs.

MethodePearl-IndexAnmerkung
Kondome4 – 5
  • schützen auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten
Chemische Spermizide3 – 21
  • allein nicht geeignet zur Verhütung
  • empfohlen nur in Kombination mit einer Barriere-Methode (Kondom, Kondom für die Frau etc.)
  • Spermizide wie Nonoxinol-9 können unter Umständen die Vaginalschleimhaut oder Penishaut reizen
Diaphragma10 – 15
  • allein nicht geeignet zur Verhütung
  • empfohlen: in Verbindung mit Spermizid, Pearl-Index von 2-4
Kondom für die Frau5 – 10
  • allein weniger geeignet zur Verhütung
  • empfohlen: in Verbindung mit Spermizid

3.3 Weitere Verhütungsmittel ohne Hormone

Hier sind alle weiteren Verhütungsmittel ohne Hormone aufgeführt, die zum Teil jedoch deutlich unsicherer sind als die Barrieremethoden oder die Methoden der natürlichen Familienplanung.

MethodePearl-IndexAnmerkung
Kalendermethode15 – 40
  • nicht geeignet zur Verhütung
  • gehört nicht zu den Methoden der natürlichen Familienplanung
Coitus interruptus8 – 38
  • nicht geeignet zur Verhütung
  • schon vor der eigentlichen Ejakulation können Spermien in die Scheide gelangen können
Kupfer-IUP (Spirale, Ball, Kette)0,6 – 3
  • wird in die Gebärmutter eingeführt und verbleibt dort einige Monate bis zu 5 Jahre
  • kann zu stärkeren Blutung oder Schmierblutungen führen (ist nicht der Fall, wenn die Gebärmutter vom Arzt richtig vermessen und dann ein passendes Modell gewählt wird)
  • vor allem für Frauen geeignet, deren Familienplanung abgeschlossen ist

3. Welche hormonfreie Verhütungmethode ist die richtige für mich?

Mit welcher Methode du am besten hormonfrei verhüten kannst, hängt vor allem von deiner Einstellung und deinem Charakter ab. Um eine sichere Wahl treffen zu können, ist es besonders wichtig, sich zunächst mit mehreren Methoden kritisch auseinander zu setzten. Einige Verhütungsmittel kann man aber auch von vornherein ausschließen.

Um sich für oder gegen eine Methode zu entscheiden, sollte man sich zunächst fragen, was man möchte: Wer sich nicht viele Gedanken über die Verhütung machen möchte, sollte zum Beispiel von der symptothermalen Methode eher absehen. Geeignet ist diese Methode vor allem für diejenigen, die ihren Körper und den eigenen Zyklus gerne besser kennen lernen möchten und eher diszipliniert sind.

Die Barriere-Methoden eignen sich dann besonders, wenn man sich nicht den ganzen Zyklus über mit dem Thema Verhütung auseinandersetzen möchte, sondern nur dann, wenn man Geschlechtsverkehr hat. Besonders geeignet zur Verhütung ohne Hormone ist das Kondom. Dieses schützt auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten, was insbesondere wichtig ist, wenn man den Sexualpartner öfter wechselt.

Kupfer Intrauterinpessare (IUP) wie Spirale, Kette oder Ball sind ebenfalls hormonfrei und sehr sicher. Sie werden in die Gebärmutter eingesetzt und bleiben dort für bis zu 5 Jahre (bestimmte Modelle sogar noch länger). Sie wirken, indem sie kontinuierliche Kupferionen abgeben, die den Zervixschleim verändern. Die genaue Wirkweise ist dabei bis jetzt nicht ganz klar. Empfohlen werden sie in der Regel Frauen, deren Familienplanung bereits abgeschlossen ist, da mögliche Nebenwirkungen die Fruchtbarkeit beeinflussen können. So ist das Risiko für Entzündungen im Unterleib (die im schlechtesten Fall zur Unfruchtbarkeit führen kann) erhöht, ebenso wie das Risiko für Eileiterschwangerschaften oder Fehlgeburten.

Sinnvoll ist auch ein Gespräch mit deinem Frauenarzt, der dich noch besser über die verschiedenen hormonfreien Verhütungsmittel aufklären kann und dich persönlich kennt. Doch auch hier sollte man kritisch bleiben: Es gibt leider Ärzte, die noch nicht erkannt haben, dass es auch sichere Alternativen zur Pille gibt und auf dieser beharren. In diesem Fall sollte man sich überlegen, ob man nicht eventuell den Frauenarzt wechselt oder zumindest in punkto Verhütung noch einen anderen Arzt befragt.

4. Meine Empfehlung zur natürlichen Verhütung

cyclotest myWay ZykluscomputerWenn du einen Verhütungscomputer nutzen möchtest, empfehle ich dir den cyclotest myWay um hormonfrei zu verhüten, da er sehr sicher ist und sich dank Umschaltmöglichkeit später auch für den Kinderwunsch eignet.

Mit dem Kombinationscomputer kann du nicht nur die Basaltemperatur messen und auswerten, sondern als auch weitere Merkmale (wie z. B. Eisprungtests oder Zervixschleim). Ich empfehle den cyclotest MyWay direkt über den Hersteller cyclotest zu kaufen, denn das bietet folgende Vorteile:

  • 1 Jahr Garantieverlängerung (3 statt 2 Jahre)
  • kostenloser Versand innerhalb Deutschlands
  • 25 € Gutschein für dich (Gutschein-Code: faminino), mit dem du nur 284 € anstatt 309 € zahlst!
  • Möglichkeit der Ratenzahlung (in diesem Fall kann der Gutschein nicht angewendet werden)

cyclotest myWay bei cyclotest kaufen

5. Daten und Fakten: Verhütung in Deutschland

Eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ergab, dass 55% der Erwachsenen die Pille zur Verhütung nutzen, 36% nehmen Kondome und etwa 11% haben sich eine Spirale einsetzen lassen. Seltener wird hingegen die Dreimonatsspritze und der Vaginalring (auch als “Nuva-Ring” bekannt) genutzt (jeweils ca. 2%) und den Abschluss bilden die Temperatur-Methode, Hormonimplantate und der Baby- oder Zykluscomputer (je 1%). Sterilisieren ließen sich zudem 3% der Männer und 2% der Frauen.

Diese Zahlen spiegeln vor allem wider, dass die Pille in unserer Gesellschaft nicht nur als “DAS Verhütungsmittel schlechthin” gilt, sondern auch dass Ärzte dieses Medikament schnell und gerne verschreiben. Heute gibt es jedoch immer mehr Frauen, die lieber hormonfrei verhüten wollen.

Dass das nicht immer so einfach ist, habe ich selbst festgestellt, als ich meinen Frauenarzt frage, was es für hormonfreie Alternativen zur Pille gibt und dieser mir daraufhin einen Verhütungsring (der Marke NuvaRing) verschrieb. Der enthält jedoch ebenso Hormone, im Unterschied zur Pille nimmt man diese jedoch nicht oral ein, sondern führt den Ring am Anfang des Monats in die Scheide und belässt ihn da für die kommenden 3 Wochen. In dieser Zeit gibt der Ring die Hormone kontinuierlich an den Körper ab. In der folgenden Zeit habe ich mich intensiv mit dem Thema Verhütung auseinandergesetzt und dabei einige überraschende Erkenntnisse gewonnen.

6. Warum ist es von Vorteil ohne Hormone zu verhüten?

Hormone haben in unserem Körper viele wichtige Funktionen. Damit diese ungestört ablaufen können, müssen die Hormone in genau der richtigen Konzentration vorliegen. Mit der Pille greift man massiv in den Hormonhaushalt der Frau ein um zu verhindern, dass eine Schwangerschaft eintritt.

Problematisch hieran ist, dass nicht jede Frau dies gut verträgt. Das natürliche Gleichgewicht der Hormone wird durch die Pille gewollt gestört, was jedoch einige Nebenwirkungen auslösen kann, wie z. B.:

  • Kopfschmerzen
  • Brustschmerzen
  • Stimmungsschwankungen
  • Schwindel
  • Migräne und Benommenheit
  • hoher oder niedriger Blutdruck
  • Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall
  • einem veränderten Hautbild (wie z. B. Akne oder Hautausschlag)
  • Gewichtszunahme
  • einer sehr schmerzhaften Periode

Und die Liste der Nebenwirkungen vieler Antibabypillen ist noch länger, siehe zum Beispiel den Beipackzettel der Maxim.

Wenn Ärzte mit solchen Beschwerden konfrontiert werden, raten sie meist zu einem Wechsel der Pille. Da sich die Wirkstoffkonzentration in den verschiedenen Präparaten unterscheidet, kann es sein, dass man eine andere Pille besser verträgt.

Oft ist es jedoch so, dass dadurch vielleicht ein Symptom verbessert wird, ein anderes aber nicht oder vielleicht sogar weitere neu dazu kommen. So gibt es nicht wenige Frauen, die regelmäßig die Pille wechseln, weil die Nebenwirkungen für sie nicht tragbar sind.

Wenn man nun komplett auf die Pille verzichtet, kann der Körper endlich das Hormon-Gleichgewicht wieder herstellen. Dies dauert zwar einige Zeit (teils bis zu drei bis sechs Monaten), aber danach sollten alle Nebenwirkungen der Pille langsam verschwunden sein. Den meisten Frauen geht es nach dieser Zeit deutlich besser.

Wenn der Körper das Hormon-Gleichgewicht wieder hergestellt hat, bedeutet dies natürlich aber auch, dass die Frau nun wieder einen normalen Zyklus hat und schwanger werden könnte. Wer kein Baby möchte, sollte sich am besten schon vor dem Absetzen der Pille informieren, welche Möglichkeiten zur Verhütung ohne Hormone man hat.

7. Wie geht es mir heute?

Mittlerweile bin ich Mama von einem tollen Babyjungen. Nein, nicht weil der Verhütungscomputer versagt hat, sondern weil mein Mann und ich uns bewusst für ein Baby entschieden haben und in der Folge den Computer sogar für unseren Kinderwunsch nutzen.

Momentan stille ich voll und kann dadurch den Computer nicht nutzen. Wir haben uns jedoch wieder gegen die Hormone entschieden und verhüten ganz einfach mit Kondomen. Sobald sich mein Zyklus wieder normalisiert, werde ich aber meinen Computer wieder in Betrieb nehmen.

Wenn ich früher wirklich regelmäßig an starken Kopfschmerzen litt, ist das mittlerweile die absolute Ausnahme geworden. Allerdings hat sich durch die Schwangerschaft und jetzt die Stillzeit mein Hormonhaushalt erneut komplett umgestellt, weshalb ich nicht 100 %ig sagen kann, dass das wirklich nur an der Pille lag. Mir geht es jedoch insgesamt einfach besser und darüber freue ich mich.

Wenn du noch Fragen zu Thema hormonfreie Verhütung hast, dann hinterlasse mir einfach einen Kommentar!

Dieser Artikel wurde bereits 16 Mal geteilt!

12 KOMMENTARE

  1. Hallo Nele, ich leide unter starken Stimmungsschwankungen während des gesamten Zyklus, besonders in der Zeit der Periode. Und des Eisprungs, dazu habe ich seid drei Jahren Depressionen, mein Gyn. hat mir auch immer wieder andere Pillen veschrieben. Dein Artikel hat mir sehr geholfen, ich hoffe das ich die passenden Produkte für mich finden kann. Lg Mareike

    • Liebe Mareike,
      ui, da scheinen ja einige Nebenwirkungen bei dir aufzutreten!
      Es freut mich, wenn mein Artikel dir geholfen hat und ich hoffe, dass du die passende Methode für dich findest! Das ist zwar am Anfang meist etwas aufwändiger (also sowohl das Suchen, als auch das Anwenden) aber langfristig kann man dadurch wirklich gewinnen 🙂
      Liebe Grüße
      Nele

  2. Hallo Nele,
    Vielen Dank für den tollen Artikel! Nachdem ich meine Pille abgesetzt habe, wollte ich auch hormonfrei verhüten. Meine Frauenärztin hat mich nicht wirklich beraten und ich habe mich schließlich für den Kupferball entschieden. Das es (relativ) sichere Computer gibt, wusste ich nicht, sonst hätte ich mich daran gehalten – nun, dann eben in fünf Jahren, denn einen Eingriff wie das Einsetzen des Balls mache ich sicher nicht nochmal mit. Vielen Dank für den tollen Artikel! LG Linda

    • Hallo Linda,
      es freut mich, dass dir mein Artikel geholfen hat! Leider habe auch ich die Erfahrung gemacht, dass Frauenärzte doch eher.. “konservativ”(?) sind und hauptsächlich die Pille, Spirale, etc. empfehlen.
      Ich drücke dir die Daumen, dass du dann in 5 Jahren die Methode findest, die wirklich zu dir passt 🙂
      Liebe Grüße
      Nele

  3. Hallo Nele,
    Ich nutze den Novaring seit 10 Monaten. Und muss auch sagen, dass ich richtige Stimmungsschwankungen habe, gerade während der Periode. Auch die Lustlosigkeit auf Sex schleicht sich ein. Deshalb suche ich nach Hormonfreie Methoden, danke für deinen Artikel. Ich denke der Computer ist für mich eine gute Lösung.
    LG
    Luba

    • Hallo Luba,
      es freut mich, dass dir mein Artikel hilft! Ich kann es nur empfehlen die Hormone mal eine Zeit lang abzusetzen und zu schauen, wie es einem dann geht. Sicher verhüten geht auch anders und ich glaube, dass jeder eine Methode finden kann, die gut passt 🙂 Ich drücke dir die Daumen, dass der Computer gut zu dir passt!
      Liebe Grüße
      Nele

  4. Sehr interessanter Artikel!

    Ich kann das nur bestätigen… ich bin inzwischen bei meiner dritten Frauenärztin und alle drei waren absolut von der Pille überzeugt.
    Dabei habe ich viele nicht vertragen und musste häufig wechseln. Ich sollte sie insbesondere nehmen, um meinen Zyklus “zu regeln”, mir wurde etwas Angst gemacht, dass alle 3-6 Monate “komisch” seien.
    Ich habe immer mal wieder Pillenpausen eingelegt, dabei wurden mir immer nur Kondome nahe gelegt.
    Jetzt da die Maus da ist, war meine Frauenärztin aber bereit, mir die Spirale zu legen – allerdings habe ich mich für die Hormonspirale entschieden, da sie einen höheren PI hat, als die Kupferspirale und ich Angst vor stärkeren Blutungen hatte. Allerdings wurde mir zugesichert, dass die Spirale weniger Hormone enthält, als die Pille und bisher klappt es auch sehr gut 🙂

    • Ja, leider sind Frauenärzte da momentan noch wenig offen für Alternativen.
      Eine Bekannte von mir hat ebenfalls nach der Geburt die Spirale bekommen und ist sehr zufrieden. Manchmal kommt der Körper ja einfach besser klar, wenn allein die Dosis nicht so hoch ist. Ich drück dir die Daumen, dass es bei dir auch weiterhin gut damit klappt 🙂

  5. Hallo Nele,
    vielen Dank für deinen Artikel. Leider gibt es wenige brauchbare Zusammenfassungen von hormonfreien Verhütungsmethoden, aber deine ist schon sehr ausführlich.

    Ich hätte da aber noch Anmerkungen:

    1. NFP nach Sensiplan ist sicherer als der Computer und macht Verhütung im Gegensatz dazu auch in der Stillzeit oder mit langen Zyklen möglich

    2. Viel wichtiger bei den Nebenwirkungen der Hormone sind wohl die Nennung von Thrombosen, Depressionen und Suizidgedanken, die einfach lebensbedrohlich sind.

    3. Die “Goldspirale” gibt es nicht. Auch das ist eine Kupferspirale nur hat sie einen zusätzlichen Goldteil (oder auch Silber)

    4. Spiralen verstärken nicht die Periode, wenn der Arzt vorher die Gebärmutter vermisst und dann ein passendes Modell wählt. Die stärkere Periode ist nur ein hartnäckiges Gerücht aus alten Zeiten, wo es nicht verschiedene Modelle gab.

    5. Neben der Kupferspirale gibt es auch noch den IUB Kupferperlenball und die Gynefix Kupferkette

  6. Hallo Nele,

    das war mir auch aufgefallen, dass du den Kupferball und die Kupferkette nicht aufgeführt hast.

    Ich habe mich nach 6 Kindern (alle geplant und gewünscht) und nach jahrelanger Verhütung mit der Pille (eigentlich mein ganzes Leben lang außer zu dem Zeitpunkten des Kinderwunsches) bewusst für hormonfreie Verhütung entschieden.

    Ich bin heute 41 Jahre alt und seit 1,5 Jahren habe ich die Gynefix Kupferkette. Der pearl Index ist sogar besser als bei der Pille und sie kann nach derzeitigen Erkenntnissen 5 Jahre lang liegen (sowohl dir kleine als auch die große Kette). Es ist ein Rundum-Sorglos-Paket: sie ist hormonfrei, man braucht an nichts zu denken und merkt nichts davon. Die Blutung ist meist gar nicht oder nur minimal oder nur in den ersten Monaten verstärkt.

    Du schreibst von der Kupferspirale und auch von der Goldspirale von einer Liegedauer von Monaten. Tatsächlich ist die Liegedauer bei Spiralen aber bei 3 bis 5 Jahren und bei der Goldspirale z. T. sogar 10 Jahre.

    Ich finde es toll, dass du mit dem Verhütungscomputer das für dich / euch passende Verhütungscomputer gefunden hast. Für uns und viele andere ist es aber keine Alternative, da ich im Schichtdienst arbeite und bei mir morgens manchmal für den dem Körper abends ist und das vermutlich nicht auswertbar ist und weil wir keine Kondome mögen (temporär nach den Geburten haben wir damit verhütet, aber auf Dauer mögen wir es lieber spontaner).

    Also vielleicht einfach die Kupfer-IUP ( Spirale, Kette, Ball ) auch etwas sympathischer und realistischer darstellen, damit jeder, der das liest, sich objektiv das passende hormonfreie Verhütungsmittel heraussuchen kann. Jede/-r ist in den Vorlieben ja verschieden.

    Liebe Grüße aus dem WWW,
    Natascha

    • Hey Natascha,
      danke für deine Anmerkung! Der Artikel entstand damals hauptsächlich als Erfahrungsbericht und ist mit der Zeit quasi gewachsen. Ich selber habe keine Erfahrung mit Kupfer-IUP und deshalb nicht so viel darüber geschrieben. Aber du hast natürlich Recht, mittlerweile wird der Artikel viel gelesen und da sollte er auch vollständig informieren.

      Ich werde mich also in den nächsten Tagen mal mit dem Thema beschäftigen und den Artikel dann erweitern.
      Vielen Dank für deinen Anstoß!
      Nele
      P.s.: solltest du Interesse daran haben über deine Erfahrungen zu berichten, dann schreibe mir sehr gerne an nele.hillebrandt@faminino.de 🙂 Wenn man es selber nutzt hat man ja doch noch mal einen anderen Zugang dazu.

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