Das Baby schläft nicht: Meine Erfahrung und was vielleicht hilft

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baby schläft nicht

Unser Baby schläft nicht gut. Seit der Geburt gab es keine Nacht, in der er (und somit auch ich) durchgeschlafen haben und so wie es momentan aussieht, wird das in naher Zukunft auch nicht der Fall sein. Eine Zeit lang hat mich das extrem belastet und ich war wirklich fertig. Mittlerweile habe ich mich damit ganz gut abgefunden und Wege gefunden damit umzugehen. Ohne tagsüber mega müde zu sein oder nachts Groll gegen das Kind zu empfinden. Denn eins ist klar: Extra macht mein Kind das sicherlich nicht.

Was ist Durchschlafen eigentlich?

Für uns Erwachsene bedeutet durchschlafen in der Regel eins: Dass man sich abends ins Bett legt (meist zwischen 22 und 24 Uhr) und am nächsten Morgen aufwacht (so zwischen 07 und 09 Uhr). Ohne Unterbrechung.

Bei Babys gilt hingegen, dass man vom „Durchschlafen“ spricht, sobald eine Nachtmahlzeit wegfällt. Dadurch schlafen die Kleinen dann in der Regel fünf bis sechs Stunden. Ob diese lange Schlafphase zu beginn und am Ende der Nacht liegt, ist dabei völlig egal. Es kann also durchaus sein, dass ein Kind, das um 19 Uhr ins Bett gebracht wird fünf Stunden am Stück schläft (also bis 24 Uhr) und dann alle zwei Stunden wach wird. Wenn die Mutter erst um 23 Uhr ins Bett geht, ist für sie die Nacht dann natürlich ständig unterbrochen und sie würde wahrscheinlich nicht sagen, dass ihr Baby durchschläft, obwohl dies eigentlich der Fall ist.

Unser Baby schläft nicht: unsere „Schlaf-Geschichte“

Ich glaube, als ich Mutter wurde da war ich ziemlich naiv. Klar, irgendwie war mir schon bewusst, dass es auch mal anstrengend werden würde aber wie anstrengend, dass habe ich doch ziemlich unterschätzt. Vor allem habe ich dabei unterschätzt, dass Schlaf im ersten Jahr (und bei uns anscheinend auch darüber hinaus) Mangelware sein würde.

Als wir aus dem Krankenhaus kamen, da schlief der Sohn noch ziemlich viel aber – wie wohl alle Neugeborenen – in kleinen Dosen über Tag und Nacht verteilt. Das hatte ich schon erwartet und konnte auch recht gut damit umgehen. Ziemlich schnell entwickelte er dann auch schon einen Tag-Nacht-Rythmus. Tags wurden die Wachphasen deutlich länger, am Abend wurde er sichtlich müde und dadurch ungnädig. Nur die Schlafphasen in der Nacht, die wurden leider nicht länger. Alle zwei bis drei Stunden wachte er auf und wollte gestillt werden.

Nun ja, dachte ich mir, er ist ja noch sehr jung. Dass andere Babys mittlerweile bis zu sechs Stunden am Stück schliefen, nahm ich einfach hin ohne da besonders viel hinein zu interpretieren. Ich dachte einfach, dass mein Kind halt noch nicht so weit sei.

Es vergingen Tage, Wochen, Monate. Der Sohn schlief tagsüber nur noch zwei kurze Schläfchen und recht früh merkten wir, dass selbst das für ihn zu viel war. Abends war er bis 23 Uhr wach und wollte partout nicht einschlafen. Also stellten wir mit etwa neun Monaten auf einen Mittagsschlaf um. Das klappte tagsüber sehr gut: Er war fit, schlief schnell ein und es gab abends keine Probleme mehr ihn zwischen 19 und 20 Uhr ins Bett zu bringen.

Die Nächte jedoch waren weiterhin ständig unterbrochen. Länger als drei Stunden am Stück schlief er selten. Das Maximum waren vier Stunden ohne Unterbrechung. Doch ich sagte mir weiterhin, dass das Baby einfach noch nicht so weit sei. Und es war ok für mich, auch wenn ich langsam merkte, dass dieses Schlafverhalten an mir zerrte.

Heute

Unser Sohn ist mittlerweile fast 13 Monate alt. Er ist also eigentlich gar kein Baby mehr. Durchschlafen ist hier aber immer noch nicht in Sicht. Auch jetzt freue ich mich, wenn wir drei Stunden am Stück schlafen. Zum Glück ist es in der Regel so, dass er aufwacht, stillt und wieder einschläft. Geschrien wird Nachts eher selten und wenn, dann weiß ich, dass wirklich etwas nicht stimmt: Entweder kommen die Zähne oder er hat Verdauungsbeschwerden oder der Tag war einfach zu voll.

Problematisch ist momentan eher, dass er allein absolut nicht schlafen kann. Während ich ihn früher gegen 19 Uhr ins Bett brachte, kurz stillte und dann aufstehen konnte, ist dies momentan absolut nicht möglich. Er wacht auf, sobald ich für ein paar Minuten den Raum verlasse und ist dann untröstlich.

Ich versuche mittlerweile die Situation einfach so anzunehmen wie sie ist. Ich bin einfach nicht bereit es zu ändern, wenn das für meinen Sohn Stress bedeutet. Das heißt, dass ich abends mit ihm zusammen ins Bett gehe. Zum Glück kann ich dort problemlos am Smartphone arbeiten, Serie schauen, telefonieren oder sogar ein Buch lesen. Solange mein Sohn mich spüren kann, schläft er dabei in der Regel gut.

In der Nacht stille ich ihn sobald er aufwacht und er schläft dann schnell und problemlos wieder ein. Wenn die Nacht sehr anstrengend war, steht mein Mann morgens mit ihm auf und ich kann noch ein bis zwei Stunden in Ruhe weiter schlafen.

Ist das Stillen Schuld daran, dass das Baby nicht schläft?

Lange habe ich mir die Frage gestellt, ob ich selber am Schlafverhalten meines Sohnes Schuld bin. Weil ich ihn viel und oft zum Einschlafen stille. Aber mittlerweile glaube ich das nicht mehr und vermute eher, dass mein Sohn dies von allein ablegen wird, wenn er soweit ist.

Warum?

Eine Bekannte hat wegen der schlechten Nächte abgestillt. Die Folge: Das Baby schläft noch schlechter ein, die Nächte sind genauso durchbrochen allerdings wird nun deutlich mehr geschrien. Klar, das wird sich irgendwann geben und so eine Umstellung braucht Zeit. Aber ich weiß, dass ich momentan nicht die Lust und Kraft habe so eine Änderung durchzusetzen und auszuhalten. Von daher lasse ich es.

Außerdem (und viel wichtiger in diesem Zusammenhang!): Mein Kind schläft mittlerweile ohne Stillen super ein. Wenn wir ins Bett gehen, dann stille ich ihn zwar aber sehr oft schläft er dabei nicht direkt ein. Irgendwann löse ich ihn und dann brabbelt er noch ein bisschen vor sich hin, kuschelt mit mir und schläft dabei irgendwann von alleine ein. Das klappt so erst seit ein paar Wochen, es zeigt mir aber ganz deutlich, dass mein Kind generell alleine einschlafen kann.

Dein Baby schläft nicht gut und du bist verzweifelt?

Letztendlich ist auch bei diesem Thema entscheidend, dass eine Lösung gefunden wird, mit der alle irgendwie zufrieden sind. Es bringt nichts, wenn Mama sich aufgibt und dann gar nicht mehr kann. Und eine Umstellung mag zwar im ersten Moment anstrengender sein, wird aber wahrscheinlich dazu führen, dass es auf lange Sicht gesehen besser wird. Am Ende ist es immer ein Abwägen von Bedürfnissen. Ich habe für uns entschieden, dass mich die Situation nicht so sehr belastet, dass ich jetzt unbedingt etwas ändern muss. Klar, manchmal nervt es mich aber ganz oft liege ich sogar im Bett, schaue meinen Sohn an und kann die Zeit genießen. Und das nächtliche Aufwachen nervt zwar aber wenn ich nicht dagegen ankämpfe und es einfach akzeptiere, kann ich auch damit ganz gut umgehen.

Wer hingegen schon auf dem Zahnfleisch geht und von der Situation total genervt ist oder einfach körperlich oder psychisch nicht mehr kann, der sollte versuchen etwas zu ändern. Was man macht, ist von Familie zu Familie verschieden und hängt auch davon ab, ob man noch stillt oder nicht. Und natürlich ist das Wichtigste, dass man sich selbst damit wohl fühlt!

Ich habe hier ein paar Handlungsalternativen zusammengestellt, die man ausprobieren kann, wenn das Baby nicht schläft. Dabei ist die Reihenfolge zufällig. Ich empfehle keine der Methoden für jeden, sondern rate, dass jeder einfach das ausprobiert, womit er oder sie sich am wohlsten fühlt. Und wenn es nicht klappt und man wieder zum Gewohnten zurück kehrt, ist das (entgegen mancher Behauptung!) gar nicht schlimm! Man kann es dann einfach erneut probieren wenn das Kind älter ist oder vielleicht löst das Problem sich ja gar von selbst.

Möglichkeit 1: Der Papa übernimmt

Vor allem wenn die Mama nicht mehr stillt, kann man versuchen, dass der Papa das ins Bett bringen übernimmt. Manchmal klappt das unerwartet gut und das Kind schläft deutlich besser ein. Manchmal sorgt das aber auch für großen Widerstand beim Kind.

Bei uns hat das überhaupt nicht geklappt. Ganz im Gegenteil: Der Sohn hat sich so aufgeregt, dass er kaum zu beruhigen war. Wir haben das also schnell abgebrochen.

Möglichkeit 2: Das sanfte Ablösen

Danielle beschreibt auf dem Blog eine Methode um das Stillen vom Einschlafen zu entkoppelt. Außerdem findest du in dem Artikel noch ein paar weitere Ideen um das nächtliche Stillen zu reduzieren.

Möglichkeit 3: Ausgleich suchen

Manchmal kann es auch helfen nicht die Problemsituation an sich zu lösen, sondern einen Ausgleich zu schaffen. Wenn Mama zum Beispiel am Tag Zeit für sich bekommt und mal alleine etwas Schönes machen kann, kann das dazu führen, dass die Einschlaf- oder Durchschlafsituation nicht mehr als so belastend wahrgenommen wird. Das ändert zwar nichts daran, dass das Baby schlecht schläft, wenn Mama entspannter ist, kann sie damit aber wahrscheinlich viel besser umgehen.

Was man eher vermeiden sollte

Ich bin generell kein Fan davon sein Kind schreien zu lassen. Allerdings kann ich es auch nachvollziehen, dass man irgendwann einfach an seine Grenzen kommt. Es ist nicht verwerflich (und ganz im Gegenteil sogar gut!) wenn man in akuten Situation kurz den Raum verlässt um Luft zu holen. Sein Kind nach vorgegebenen Zeiten allein zu lassen (während es schreit und sichtlich unglücklich ist) halte ich jedoch für falsch.

Wenn du das Gefühl hast, dass du einfach nicht mehr kannst und nicht mehr weiter weißt, dann versuche zunächst die Spannung zu reduzieren. Vielleicht kann dir dein Mann, deine Mutter oder dein Vater, eine Freundin oder ein Freund das Kind für eine Zeit abnehmen. Wenn du noch stillst, kannst du dich auch jederzeit an deine Hebamme wenden.

Ein Buch, das ich selber sehr schön finde und anderen Eltern nur empfehlen kann, ist das von Herbert Renz Polster und Nora Imlau:

Meine Empfehlung für dich
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Nele

Hi! Ich bin Nele. Erzieherin, Bachelor-Psychologin und seit 11/2016 Mama von einem bezaubernden Jungen. Hier auf meinem Mama-Blog erfährst du, was mich bewegt und beschäftigt.

12 KOMMENTARE

  1. Das was du schreibst, könnte zu 1000% unsere Kleine sein. Ich war jetzt echt so langsam vorm „Nervenzusammenbruch“. Zwar folgte auf 3 extrem belastende Nächte meist eine Entspannte, aber dieses Abend für Abend neben dem Kind liegen und nix tun, das nervt mich, weil ich im Kopf 1000 Sachen habe, die erledoft werden müssten. Lesen wär ja was für mich, aber Licht mag sie nicht. Also fällt das flach.
    Bei mir hilft Möglichkeit 3 entspannter mit der Situation umzugehen. Meine Mom nimmt mir 2x die Woche das Mäusekind ab und ich kann zum Ausgleich mein Pferd bespaßen und körperlich was tun.

    Im übrigen finde ich es erstaunlich, dass die Lütten alle das eingebaute Mama-Radar haben. Du brauchst nur dran zu denken mal zur Toilette zu gehen, schob werden sie „wach“.

    • Das mit den 1000 Sachen im Kopf kenne ich auch! Und manchmal fällt es mir auch seeehr schwer bei der Sache entspannt zu bleiben. Aber letztendlich habe ich gemerkt, dass es hier viel besser klappt, wenn ich es einfach hinnehme…
      Und ja, er schläft eigentlich ziemlich fest auch wenn ich mich im Bett umdrehe oder so, aber sobald ich überlege aufzustehen, gehen die Augen auf 😀 Irgendwie ja immer beruhigend zu lesen, dass es bei anderen genauso ist 😉

  2. Wieder ein total interessanter und informativer Artikel <3 Lotte ist 3 und schläft auch nur durch, wenn sie bei uns im Bett liegt und ich dabei bin. Es gab auch bei uns immer wieder Phasen in denen sie einen leichten Schlaf hatte und direkt wach wurde, sobald der Körperkontakt fehlte.
    Ich glaube auch dass die Haltung das Wichtigste ist. Ändern kann man es denke ich eh nicht. Oder nur so, wie ich es nicht möchte. Von daher: Annehmen und akzeptieren und das Beste draus machen. Auch wenn das nicht immer einfach ist.

    Liebe Grüße,

    Sarah

    • Oh ja, es gibt doch auch dieses nette Sprichwort „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Und ich musste es gerade Googlen und habe dabei festgestellt, dass es kein Sprichwort, sondern ein Gelassenheitsgebet ist. Aber wahr ist es ja dennoch. Und die Haltung macht wirklich einen großen Unterschied.
      Ich halte (schon wieder dieses Wort 😀 ) also weiter durch und schaue mal, was die Zukunft so bringt 🙂
      Euch wünsche ich ruhige Nächte 😉
      liebe Grüße
      Nele

  3. Meine große Tochter wird Anfang Januar 4 Jahre alt. Sie schläft in der Regel nur durch, wenn sie bei uns mit im Bett ist. Ansonsten wird sie gerne noch bis zu dreimal wach und möchte nur kurz sehen, dass sie nicht alleine ist. Die kleine Maus (6,5 Monate) schläft nach wie vor nur auf mir ein. Das finde ich oft sehr anstrengend. So hab ich einfach kaum Zeit für die Große und auch keine Zeit für den Haushalt, mich oder meinen Mann. Irgendwann wird sie nicht mehr auf mir schlafen. Noch geht es. Ich möchte sie nicht brüllen lassen. Bei der Großen habe ich das gemacht, weil mir der Kinderarzt sagte sonst würde es nie besser. Ich denke, das sie deswegen heute immer noch nicht gut schläft.
    Ich habe übrigens ein eBook Reader mit beleuchtetem Display. Da kann ich lesen, ohne dass es die kleine stört. Das ist super praktisch.
    Liebe Grüße

    • Liebe Nele, ich möchte dich bestärken in dem was du machst. Es gibt Kinder, denen fällt das Schlafen, vor allem das Durchschlafen schwer. Du machst das alles richtig. Danke dir für deine tollen Tipps.

      Meine Tochter ist jetzt gerade zwei geworden und langsam wird es besser.

      Bei meiner besten Freundin wurden die Jungs auch lang gestillt und haben alle beide auch im Familienbett geschlafen. Jetzt sind sie 6 und 4 Jahre alt, haben beide ihre Zimmer und gehen ohne Probleme alleine ins Bett und schlafen auch durch. Sie haben eine super Bindung zu beiden Eltern und sind aufgeweckte tolle Jungs. Es wird also besser, auch wenn es manchmal etwas dauert.

      Alles Gute für eure Familie und frohe Weihnachten!

      • Liebe Corinna,
        danke für deine Worte!
        Es tut immer wieder gut zu lesen, dass es wirklich auch so funktionieren kann (also wenn man dem Kind einfach seine Zeit lässt). Auch wenn es etwas länger dauert, momentan bin ich bereit diesen Weg zu gehen. Danke von Herzen für dein schönes Beispiel, wo das so gut geklappt hat 🙂
        Ich wünsche auch dir und deiner Familie ein frohes Fest und einen guten Rutsch!
        Alles Liebe
        Nele

    • Hallo Anna-Lena,
      ja, oft wird mir auch geraten, dass ich ihn einfach mal Schreien lassen soll aber das schaffe ich einfach nicht (und will ich auch gar nicht schaffen). Ich sehe es wie du: Es wird sicherlich irgendwann von alleine besser. Und falls ich vorher an einen Punkt komme, an dem ich merke, dass ich wirklich nicht mehr kann oder will, dann werde ich dann nach einer Lösung suchen, die für uns alle tragbar ist. Wie auch immer diese dann aussehen sollte.
      Ich wünsche dir, dass es sich bei euch alles einpendelt und natürlich jetzt schöne und entspannte Feiertage 🙂
      Alle Liebe
      Nele

  4. Da bin ich ja gerade zur richtigen Zeit auf den Block gestoßen. Ich werde auch in 2 Monaten Mutter und werde mir einige Tipps von hier zu Herzen nehmen und natürlich werde ich auch meinen Mann einspannen.

  5. Hallo liebe Nele, danke für deinen tollen Artikel!
    Ich würde all deine Worte zu 100 Prozent unterschreiben. Mein Sohn ist fast 3 1/2 und schläft seit ca. 9 Monaten besser, was heißt, dass er nachts nur noch einmal wach wird, meist zwischen 4 und 5 Uhr.
    Vorher schlief er nie länger als 3 Stunden am Stück und brüllte nachts jedes Mal und hat auch sehr viel geweint, selbst wenn ich neben ihm lag. Deswegen haben wir als er 6 Monate war und keine Besserung in Sicht war, ein Bett 140×200 gekauft, auf dem ich mit ihm anfangs komplett geschlafen habe und so sofort reagieren konnte und wenigstens der Papa schlafen konnte.
    Mit 9 Monaten hat er nachts nichts mehr zu trinken bekommen, lediglich morgens vor dem Aufstehen. Ob mit oder ohne Milch, er kam nie in die Tiefschlafphase und wachte bei jedem kleinen Geräusch auf! Tagsüber schlief er immer mal 10 Minuten und dann war er wieder fit, so dass ich auch am Tag den Schlaf nicht nachholen konnte. Nicht mal nach dem Babyschwimmen schlief er länger.
    Ich kann nur sagen: Durchhalten! Es wird besser, auch wenn es lange braucht! Er schläft heute noch nicht komplett allein, ich ziehe wenn er weint jede Nacht immer noch in „unser“ Bett um. Inzwischen dreht es sich um, wenn ich da bin und schläft nochmal ein. Das ist unser entspannter Weg nach vielen Auf’s und Ab‘s.
    Aber! Mittlerweile schläft er abends ganz lieb alleine ein, nachdem wir zusammen Buch angeguckt und kurz gekuschelt haben. Er war und ist im übrigen schon immer sehr Nähe- und kuschelbedürftig. Wahrscheinlich braucht/brauchte er mich auch nachts bei sich!
    Ich hatte vorher auch ein andere Vorstellung, aber inzwischen genieß ich die nur noch Kuschelminuten am frühen Morgen!
    Und! Wunder oh Wunder!!! Letzte Nacht hat er das erste Mal durch geschlafen! Ich war natürlich ständig wach und habe gewartet wann er ruft! Ich hoffe, die nächsten Nächte laufen ähnlich und wir haben wieder einen Schritt in Richtung alleine schlafen und Durchschlafen gemacht!
    PS: Schreien habe ich ihn nie lassen! Ich habe immer – zumindest versucht – ihn zu beruhigen und ihm meine Nähe zu geben!
    Tagsüber ist er ein pfiffiges, aufgewecktes Kerlchen. Ich glaube für uns alles richtig gemacht zu haben und würde es auch bei dem nächsten Kind so machen, wenn notwendig. Jeder muss seinen Weg finden, und kein Weg ist falsch!
    Ganz liebe Grüße
    Bienfrieda

    • Liebe Bienfrieda,
      vielen, vielen Dank für deinen ausführlichen und so ermutigenden Kommentar! So etwas zu lesen ist für mich tatsächlich wie ein kleines verspätetes Weihnachtsgeschenk 🙂 Es macht mir Mut und bestärkt mich, dass es irgendwann schon besser wird. Und dass wir keine Aliens sind 😀
      Wir haben momentan wieder sehr, sehr schlechte Nächte und wenn ich morgens nicht noch 2 Stunden weiter schlafen könnte, wenn der Papa ihn zum spielen nimmt, dann würde ich wahrscheinlich im Stehen einschlafen. Aber er ist ja auch gerade einmal 1 Jahr alt. Und nein, ihn schreien lassen, kann ich wirklich nicht, egal wie kaputt und müde ich bin. Ich halte mich einfach daran fest, dass es irgendwann besser wird und lese mir Kommentare wie deinen regelmäßig durch, die zeigen, dass das stimmt. 🙂
      Ich wünsche dir und deiner Familie einen guten Rutsch ins neue Jahr!
      Alles Liebe
      Nele

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