Ava Armband: Meine Erfahrungen und ausführlicher Testbericht (inkl. Gutscheincode)

Das Ava Armband soll uns Frauen nicht nur dabei helfen den eigenen Zyklus besser kennen zu lernen, sondern auch bei einem unerfüllten Kinderwunsch nachhelfen können. Was ist dran an Ava und wie funktioniert das Armband?

Mein zusammenfassendes Fazit: Ava ist super, um den eigenen Zyklus kennenzulernen und toll für alle, die ihrem Kinderwunsch ohne viel Aufwand auf die Sprünge helfen wollen. Das Armband ist praktisch, die App intuitiv und übersichtlich. Dieser Komfort hat jedoch auch seinen Preis: Ein Schnäpchen ist das Ava Armband nicht. Zur Verhütung ist Ava derzeit nicht geeignet.

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1. Was ist Ava?

Ava ist ein Furchtbarkeitstracker, der ermittelt, wann die fruchtbaren Tage sind und zu welchem Zeitpunkt eine Schwangerschaft am wahrscheinlichsten eintreten würde. Ava wird in der Nacht wie eine Uhr am Handgelenk getragen und wird am Morgen dann mit der Ava App synchronisiert.

2. Wie funktioniert das Ava Armband?

Das Ava Armband verfügt über einen Sensor, der am Handgelenk getragen neun Parameter misst. Diese werden von der zugehörigen App ausgewertet und es wird ein individuelles Fruchtbarkeitsprofil erstellt.

In der Kalenderübersicht zeigt Ava, wann der Eisprung stattfindet und wann die Periode einsetzt. Wer schwanger werden möchte, sollte am besten kurz vor oder zum Zeitpunkt des Eisprung Sex haben. Zu diesem Zeitpunkt ist es am wahrscheinlichsten, dass die Eizelle auch befruchtet wird.

ava armband uebersicht

2.1 Welche Parameter werden gemessen?

Ava misst:

  • Hauttemperatur
    Die Hauttemperatur steigt zum oder kurz nach dem Eisprung um ca. 0,5 Grad an. Sie sinkt erst mit Einsetzen der Periode oder bleibt erhöht, wenn eine Schwangerschaft vorliegt.
  • Ruhepuls
    Der Ruhepuls ist in der Zeit nach dem Eisprung leicht erhöht (und würde auch während einer Schwangerschaft auf diesem Niveau bleiben). Ava hat zudem in Studien herausgefunden, dass der Ruhepuls zur Zeit des Eisprungs um durchschnittlich 2,1 Schläge pro Minute ansteigt.
  • Atemfrequenz
    In der Zeit nach dem Eisprung ist die Atemfrequenz leicht höher als in der Zeit vor dem Eisprung.
  • Herzfrequenzvariabilität (HRV)
    Die HRV gibt Aufschlüsse darüber, wie gestresst man ist. Wenn Ava eine niedrige HRV-Rate anzeigt, dann deutet dies darauf hin, dass man wenig gestresst ist.
  • Durchblutung
    Auch die Durchblutung verändert sich im Laufe des Zyklus: An den fruchtbaren Tagen ist sie stärker als in der Zeit nach dem Eisprung.
  • Bewegung
    Anhand der Bewegung misst das Ava Armband in welchen Schlafphasen man sich befindet.
  • Bioimpedanz
    Ava misst wie die Haut sich im Verlauf des Zyklus verändert. Dazu wird der Widerstand des Körpergewebes gegen eine leichte Stromspannung gemessen.
  • Wärmeverlust
    Während des Einschlafens geht Wärme über Hände und Füße verloren. Dadurch sinkt die Körperkerntemperatur, während die Hauttemperatur steigt.
  • Schlafqualität
    Ava misst nicht nur wie lange man schläft, sondern auch den Anteil der verschiedenen Schlafphasen. Der Zyklus sorgt für Schwankungen in Schlafdauer, -qualität und -zusammensetzungen, die in die Auswertung einbezogen werden.

In der App werden Graphen für einige dieser Werte dargestellt, die zeigen, wie sich der jeweilige Parameter über den Zyklus verändert. So kann man selbst seinen Zyklus besser kennen lernen und wiederkehrende Muster ausmachen.

Mehr Informationen zu den einzelnen Parametern und weitere interessante Hintergrundinformationen dazu findest du auf der Homepage von Ava: Ava und die Parameter

3. Meine Erfahrungen mit dem Ava Armband

Ich habe Ava nun mehrere Monate genutzt und dabei in einigen dieser Monate zusätzlich noch einen weiteren Zykluscomputer oder Ovulationstests benutzt, um den Eisprung zu bestimmen. Mit allen Geräten wird der Eisprung im gleichen Zeitraum angezeigt, der größte Unterschied lag bei drei Tagen (Ava zeigte den Eisprung am 23. an, der Ovu war am 24. positiv und der andere Zykluscomputer zeigte den Eisprung am 26. an). Da es bei allen Methoden schwierig ist, den Eisprung auf den Tag genau festzulegen, ist dieses Ergebnis in meinen Augen sehr gut und spricht für die Genauigkeit.

3.1 Praktisch und intuitiv

Besonders mit Kind fand ich Ava sehr praktisch: Während man andere Zyklustracker am Bett lagern muss, um morgens vor dem Aufstehen die Temperatur zu messen, trägt man Ava einfach die Nacht über am Handgelenkt wie eine Uhr. Während die anderen Geräte immer wieder von uns versteckt werden müssen, da der Sohn sie einfach zu spannend findet, ist Ava für ihn uninteressant, da das Armband fest an meinem Arm ist.

Auch am morgen direkt aufzustehen, ist mit Kind an manchen Tagen deutlich entspannter. Bei anderen Zyklustrackern muss man jeden morgen, möglichst zur gleichen Uhrzeit, die Körpertemperatur messen. Diese Messung dauert teils ein wenig und unser Sohn ist nicht gerade geduldig, wenn er aufstehen will.

Die Ava App, die es sowohl für Android als auch für iOS gibt, finde ich super übersichtlich und sehr schön strukturiert. Hier findet man sich gut zurecht und alle Daten sind schön aufbereitet. Dass man sehen kann, wie lange man geschlafen hat, ist als Mama manchmal mit einem Schreckmoment verbunden. Das kann aber auch helfen den Göttergatten davon zu überzeugen, dass man dringend mal ausschlafen muss 😉

3.2 Kleiner Akku und Speicher

Gestört hat mich lediglich, dass man Ava regelmäßig mit dem Smartphone synchronisieren muss. Dies geschieht automatisch, wenn man das Armband an die Stromzufuhr ansteckt und die Ava App auf dem Smartphone öffnet. Drei Tage lang kann Ava Daten auf dem Tracker sammeln, danach muss synchronisiert werden, weil kein Platz mehr für neue Daten ist. Vergisst man dies werden die Daten für die folgenden Tage nicht mehr gespeichert.

Zudem muss man das Armband jeden Tag aufladen. Der Akku hält nicht länger als 1,5 Nächte und wenn man das Aufladen vergisst, schaltet sich der Tracker in der zweiten Nacht irgendwann ab. Die Daten sind dann unvollständig und können nicht richtig ausgewertet werden

Hier wäre es also schön, wenn Ava über einen größeren Akku und Speicher verfügen würde. Allerdings sind das auch oft die Komponenten, die dafür verantwortlich sind, dass Tracker entweder größer oder deutlich teurer sind. Ava ist momentan schon etwas größer als eine Uhr, trägt sich aber noch sehr angenehm und stört in der Nacht nicht beim Schlafen. Viel größer sollte das Gerät aber nicht sein und wenn man sich an die Routine gewöhnt (Ava anlegen, am nächsten morgen aufladen und synchronisieren), dann kommt man auch so gut zurecht.

4. Ava Armband kaufen

Wenn du das Ava Armband kaufen willst, empfehle ich dir dies direkt beim Hersteller tun:

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4.1 Kann man das Ava Armband bei Amazon kaufen?

Nein, derzeit kann man das Ava Armband nicht bei Amazon kaufen, sondern nur direkt beim Hersteller. Du musst dir aber keine Sorgen machen: Die Lieferung erfolgt sehr schnell und wenn du Probleme bei der Bestellung oder mit dem Ava Armband an sich haben solltest, wird dir schnell und unkompliziert geholfen.

4.2 Welche (Folge-) Kosten entstehen durch Ava?

Das Ava Armband ist nicht gerade ein Schnäppchen! Dafür entstehen dir in der Zukunft damit keine weiteren Kosten. Du musst keine teuren Teststäbchen kaufen und da das Armband über einen Akku verfügt, wird auch kein Batteriewechsel notwendig werden.

Die Ava App und alle Funktionen sind ebenfalls kostenlos.

5. Mit Ava schwanger werden

ava armband eingabefelderAva ist dazu gedacht Paare mit einem Kinderwunsch zu unterstützen. Durch Messung relevanter Daten werden die fruchtbaren Tage bestimmt und zusätzlich kann man selber einige Informationen in der App eintragen.

Neben Informationen zur Periode, die wichtig sind, da sie Ava dabei helfen den Zyklus kennen zu lernen, kann man eingeben, wann man Sex hatte, ob und wo man Schmerzen hat, wie man sich fühlt, ob ein Schwangerschaftstest gemacht wurde und es ist Platz für individuelle Eingaben. Auch die Beschaffenheit des Zervixschleims kann man in der App hinterlegen.

Natürlich stellt sich nun die Frage, ob Ava nicht dafür sorgt, dass man den Zyklus über ständig gestresst ist und nur noch Sex nach Plan hat. Letztendlich muss das natürlich jeder selber entscheiden.

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass die Kinderwunsch-Zeit generell zu einem Stress-Faktor wird, wenn man es schon einige Monate erfolglos versucht. Ava kann einem dabei helfen schneller schwanger zu werden: Paare, die wissen, wann der Eisprung stattfindet und zu diesen Zeitpunkt Sex haben, haben eine doppelt so hohe Chance tatsächlich schwanger zu werden.

6. Eignet sich Ava zur Verhütung?

Momentan ist Ava nur für Frauen mit Kinderwunsch geeignet, für die Verhütung eignet sich der Fruchtbarkeitstracker noch nicht.

Es laufen jedoch die Vorbereitungen dafür, dass Frauen Ava bald auch für die Verhütung nutzen können. Ich bin darauf sehr gespannt und würde mich freuen, wenn diese Möglichkeit schon bald zur Verfügung steht.

6.1 Warum eignet sich das Ava Armband nicht zur Verhütung?

Wenn du verhüten möchtest, ist die Sicherheit eines Zykluscomputers deutlich wichtiger als bei einem Kinderwunsch (du willst ja schließlich auch nicht „aus Versehen“ schwanger werden). Ava bestimmt pro Zyklus 5-6 fruchtbare Tage. Allerdings überleben Spermien in der Gebärmutter bis zu 5 Tage und die Eizelle ist etwa 24 bis 48 Stunden lang befruchtbar. So kommt man in einem normalen Zyklus auf 6 bis 7 fruchtbare Tage, wenn man ganz genau weiß, wann der Eisprung stattfindet.

Ava erkennt mit einer Genauigkeit von 89 Prozent nachweislich 5,3 fruchtbare Tage pro Zyklus (Die Genauigkeit des Algorithmus kann mit regelmässigen Zyklen höher, sowie mit unregelmässigen Zyklen tiefer, liegen).
(Quelle: Ava)

Die Genauigkeit von 89 Prozent mag auf den ersten Blick hoch erscheinen, ist aber für die Verhütung deutlich zu niedrig. Somit ist die Wahrscheinlichkeit bei Ava hoch, dass es noch weitere fruchtbare Tage neben den angezeigten gibt. Bei Verhütungscomputern werden in der Regel deutlich mehr Tage als fruchtbar angezeigt, damit alle fruchtbaren Tage sicher in dieses Zeitfenster fallen.

Zudem werden in der Ava App derzeit nur fruchtbare Tage angezeigt, sicher unfruchtbare Tage (die bei anderen Verhütungscomputern angezeigt werden) sind hingegen nicht zu sehen.

7. Update: Ava 2.0

Seit einiger Zeit gibt es das Ava 1.0 Armband nun nicht mehr zu kaufen: Ava 2.0 ist da. Das neue Band unterscheidet sich zunächst optisch deutlich vom Vorgänger.

Es ist schmaler, der Sensor deutlich flacher und man könnte Ava nun tatsächlich mit einer Smartwatch verwechseln:

Ava 2.0

Verbessert wurde bei Ava 2.0 nicht nur die Optik, sondern auch der Sensor. Der neue Sensor ist noch genauer und ermöglicht es dadurch die fruchtbaren Tage noch besser zu erkennen.

Für die Verhütung ist auch Ava 2.0 leider nicht geeignet.

8. Wann solltest du Ava verwenden und wann nicht?

Du kannst Ava laut Hersteller verwenden, wenn du:

  • einen regelmäßigen Zyklus hast (zwischen 24 und 35 Tagen)
  • an Endometriose leidest (es sei denn, die Verwachsungen sind so stark, dass kein Eisprung erfolgt)
  • stillst (Ava kann auch während der Stillzeit verwendet werden, wenn deine Periode wieder eingesetzt hat)

Du solltest Ava nicht verwenden, wenn du:

  • hormonelle Verhütungsmittel nimmst, wie z. B. die Pille (denn Ava basiert auf der Messung des schwankenden Hormonspiegels während deines Zyklus)
  • PCOS oder eine Hypothalamus ausgelöste Amenorrhoe hast (Ava wurde nicht für Fruchtbarkeitserkrankungen getestet, bei denen der normalen Eisprung verhindern wird)
  • eine Verhütungsmethode suchst
  • einen Herzschrittmacher trägst
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