Schwanger trotz PCOS – eine Geschichte zum Hoffen

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Trotz PCOS ungeplant schwanger

Das Ausmaß dieser Worte wird nicht jedem bewusst sein und das sind vermutlich die Glücklichen die nicht von PCOS oder ähnlichen fruchtbarkeitseinschränkenden Krankheiten betroffen sind.

Ein Gastbeitrag einer PCO-Betroffenen.

Was ist PCO?
Ich bin selber keine Ärztin und meine Erklärung wird vermutlich mangelhaft sein aber in ganz vereinfachten Laien Begriffen:Frauen die von PCOS (Kurzform für polyzystische Ovar(oder: Ovarial)-Syndrom ) betroffen sind, leiden unter einem Ungleichgewicht in ihrem Hormonhaushalt.

Oft produziert der Körper zu viel Testosteron was zu einer Vielzahl von Problemen führen kann. Zum einem leiden diese Frauen oft an männlichem Haarwachstum (z.B. verstärkt an Kinn und Oberlippe), oder an kreisrundem Haarausfall was sich besonders auf die Psyche niederschlagen kann. Akne, Übergewicht, Depressionen und Amenorrhoe (dem Ausbleiben der Regelblutung) und Anovulation (Ausbleiben des Eisprungs) sind nur ein paar weitere Symptome an denen sich viele betroffene Frauen erfreuen dürfen. Ich würde allerdings jedem Interessierten vorschlagen, selbst ein wenig zu recherchieren und sich nicht auf mich als primäre Informationsquelle zu verlassen.

PCOS Symptome - Grafik mit Symbolen und den möglichen Symptome
© Leyasw / Bigstockphoto.com

Was für diesen Artikel wichtig ist: das Ausbleiben des Eisprungs und der Periode. Ohne Eisprung keine Schwangerschaft, so viel ist jedem klar.

Ich wusste schon immer, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmt

Das späte Einsetzen der Regelblutung ist zwar bei mir in der Familie die Norm, aber als ich erst mit 18 zum ersten Mal meine Tage bekam war ich bereits der festen Überzeugung niemals Kinder haben zu können. Leider habe ich die schlechte Eigenschaft, schlechte Nachrichten nicht hören zu wollen und so ging ich nie zum Frauenarzt.

Meine große Schwester hatte ähnliche Probleme und bekam mit 18 von einem unsensiblen A*sch der Extraklasse diagnostiziert: „Haben Sie einen Freund? Ja? Na dann machen sie jetzt ein Kind, denn sonst werden sie nie eins haben.“

Heute weiß ich was für eine unqualifizierte und unsensible Aussage das war. Mit 13/14 war mir das nicht klar. Die Worten brannten sich in mein Gedächtnis nur um jedes Mal aufzutauchen wenn ich mich fragte, warum ich nicht blutete wie alle Mädchen in meiner Klasse.

Mein Geheimnis fliegt auf

Irgendwann wurde mir erzählt, dass man sicher seine Periode bekäme wenn man die Pille nimmt. Das war der Anstoß für meinen ersten Arztbesuch. Der untersuchte mich und mein bis dato best gehütetes Geheimnis, dass ich zwar mit 18 einmal eine Regelblutung hatte, danach aber erst 3 Mal wieder, flog auf.

Er machte eine Ultraschalluntersuchung und zeigte mir, dass meine Eierstöcke, die charakteristischen Merkmale von Polizystischen Ovarien aufwiesen. Hier würde ich wieder jedem Interessierten eigene Recherche vorschlagen und will nur noch erwähnen (um Standard Trugschlüssen vorzukommen), dass der Name „Polizystisch“ etwas irreführend ist. Er bedeutet nicht, dass man ganz viele „herkömmliche“ Zysten hat (das kann allerdings auch vorkommen) also wie sie vereinzelt bei jeder Frau auftreten können und oftmals kleine Bläschen, gefüllt mit Gewebe oder Flüssigkeit sind, sondern ist auf das Aussehen der Eierstöcke zurückzuführen in denen man viele unvollständig gereifte Follikel sehen kann, aus denen es das Ei nicht zur Reife und zum Eisprung schaffte (wieder eine grobe Vereinfachung). Es stellte sich heraus, dass ich genau so einen tollen Arzt wie meine Schwester erwischt hatte denn er fragte: „Wollen Sie Kinder?“ (ich war damals 20). Aus Angst vor dem was er sagen würde meinte ich „Nein, nein! Das ist nicht in meiner Lebensplanung.“ Woraufhin er antwortete: „Ah, das ist ja gut, weil das wird eh nichts.“ (Das war in Chile wo der Umgangston eh etwas rauer ist)

An alle Leser*innen die vielleicht wie ich, Angst vorm Frauenarzt Besuch hatten und nun über diese Seite gestolpert sind. Das ist absolut nicht wahr! Sollte euch jemals ein Arzt so etwas sagen, dann lauft weg! Das ist ein unsensibler A*sch der keine Lust auf „hysterische Frauen hat die unbedingt ein Baby haben wollen“.

Niemals Schwanger wegen PCO?

Ich bekam die Pille, ich bekam die Regel und ich bekam die Bestätigung meiner Annahme niemals schwanger werden zu können. Die nächsten Jahre verbrachte ich damit mich selbst davon zu überzeugen keine Kinder haben zu wollen. Ich dachte, so sei es am besten. So würde ich meiner Enttäuschung und meinem Schmerz vorbeugen. Ich verbrachte die Jahre mit klarer Haut, tollen Haaren, ohne mein Oberlippenbärtchen, 5 Kilo mehr, schwankender Stimmung bis Depression, eingeschränkter Libido und was es sonst noch so an Nebenwirkungen der Pille gibt.

Vor zwei Jahren hatte ich genug. Nach 4 Jahren Pille, setzte ich sie ab und bekam wie erwartet meine Tage nicht mehr. Dieses Mal ging ich zum Arzt. Mittlerweile lebte ich in Deutschland und hatte wirklich Glück, ich geriet an eine tolle Frauenärztin. Sie untersuchte mich und nahm sich die Zeit, sich nicht nur auf visuelle Charakteristika zu beschränken sondern bestätigte die Diagnose „PCOS“ mit Bluttests. Ich stand ganz am Anfang meiner „Reise“ und hatte noch keine Ahnung von der Krankheit.

Mein Weg mit PCO

Hier wieder mal eine grobe Vereinfachung: Es gibt keine Heilung. PCOS hat man für immer und das einzige was man tun kann ist die Symptome in Check zu halten. Für Frauenärzte heißt das leider die Pille zu verschreiben. Die Pille reguliert den Hormonhaushalt auf chemische Art und Weise was kreative Ausreißer wie die, die von PCOS provoziert werden, stark beschränkt.

Bye, bye Pille!

Ich wollte die Pille aber nicht mehr. Das war eine persönliche Entscheidung, deren Gründe komplett irrelevant sind, weil das am besten jede Frau für sich selbst entscheidet. Aber für mich war klar: keine Pille mehr! Und so toll meine Frauenärztin auch war, hier enttäuschte sie mich dem Befolgen des Standartvorgehens dem Frauenärzte wohl unterworfen sind: bei PCOS ohne Kinderwunsch gibt’s die Pille. Das hat gute Gründe auf die ich wieder nicht eingehen werde aber kurz gesagt: es wird medizinisch empfohlen regelmäßig eine Blutung zu haben.

Und hier entschied ich mich für einen Schritt bei dem ich bis heute dankbar bin, dass ich ihn gegangen bin. Kein Arzt will nämlich mit dir über Fruchtbarkeit reden wenn der Kinderwunsch nicht akut ist. „Wollen Sie denn jetzt Kinder haben? Nein? Na dann ist das doch jetzt gar nicht wichtig, darüber können wir reden wenn es akut wird.“ Als log ich. Kinderwunsch? Natürlich! Sehr akut! Am besten jetzt! Aha. Auf einmal gab es ja doch Informationen und weitere Tests. Das Ergebnis war nicht sehr ermutigend. Erhöhte Testosteronwerte, sekundäre Amenorrhoe und chronische Anovulation. Auf natürlichem Wege würde ich nicht schwanger werden.

Ich ging diese Schritte bis wir zu dem Punkt kamen an dem meine Ärztin mir Medikamente geben wollte um den Eisprung auszulösen. Mit denen hätte ich 3 Monate „Zeit“ gehabt schwanger zu werden, bis man mich in eine Kinderwunsch Klinik überwiesen hätte. So weit trieb ich es nicht. Ich erklärte ihr, der Kinderwunsch sei nicht mehr akut, verabschiedete mich und kam die nächsten Jahre nicht wieder.

Dieser Text ist keine Empfehlung es mir gleichzutun. Es war meine Entscheidung. Ich kann nicht einschätzen wie real die medizinischen Sorgen sind, weshalb man regelmäßig Bluten sollte aber ich habe dieses Risiko für mich in Kauf genommen.

Alternativen

Die letzten zwei Jahre verbrachte ich viel mit Lesen. Lesen über das PCO Syndrom darüber wie man die Symptome natürlich Regulieren kann, ich ging zum Endokrinologen (einen Schritt den ich jeder Betroffenen dringend ans Herz lege), probierte es mit Diabetes Medizin (erfolglos, ich bin zum Glück von Diabetes verschont geblieben. Ich dachte nur ich probiere es mal aus) alles in der Hoffnung meinen Zyklus in Schwung zu kriegen.

Ich lernte was meinen Körper gut tut. Lernte welches Essen für mich wichtig ist, wie wichtig Sport ist (letzteres ehrlich gesagt eher theoretisch.. ). Wie schlimm Alkohol und Zucker sich auf meine Hormone auswirken können. Das Ziel war ein regulierter Hormonhaushalt, ich versuchte nicht schwanger zu werden.

Die letzte Aussage kann man jetzt auch wieder zweifelhaft ansehen. Meinem Freund und mir gingen vor einem Jahr die Kondome aus. Wir kauften keine neuen. Ehrlich gesagt, deprimierte es mich jedes Mal 12€ auszugeben um mich vor etwas zu schützen von dem es keine Anzeichen gab, dass es überhaupt möglich war. (Wir hatten uns beide zu Beginn der Beziehung auf Krankheiten testen lassen weshalb die Kondome wirklich nur der Empfängnisverhütung dienen sollten.) Wir kauften keine neuen und führten weiterhin unsere glückliche Beziehung.

Meine letzte, nicht chemisch ausgelöste Regelblutung war so viele Jahre her, dass ich es ehrlich gesagt nicht mehr weiß. Die letzte Regelblutung hatte ich vor einem Jahr, als mir der Endokrinologe Pillen gab um meinen 13 Monat Zyklus zu beenden und einen neuen zu beginnen.

Schwanger trotz PCO??

Vor ein paar Wochen fing dann das Ziehen im Unterleib an. Ich muss sagen, ich dachte vielleicht für eine Sekunde an Eisprung aber alle Betroffenen wissen wie oft man so etwas denkt. Nachdem ich vor langer Zeit hier auf Faminio einen Artikel zur natürlichen Empfängnisverhütung gelesen hatte, hatte ich mir ein Set von 100 Tests gekauft die einem anzeigen können ob man einen Eisprung hat.

Leider hat PCOS die nette Nebenwirkung, dass das nötige Hormon zum Eisprung immer in etwas höherer Dosis als bei anderen Frauen vorhanden ist, weshalb man scheinbar wochenlang einen Eisprung hat, wenn sich in Wirklichkeit nichts tut. Wegen dieser scheinbar ständigen Eisprünge hatte ich die Tests in kürzester Zeit alle verbraucht und mir keine neuen mehr gekauft. So verwarf ich den Gedanken auch wieder ohne ihm nachgegangen zu sein. Allerdings hörten die Gefühle im Unterleib nicht auf. Ein Ziehen wurde zu kleinen Stechenden Schmerzen, wurde zu kleinen Krämpfen. Ich dachte, dass sich vielleicht doch eine Zyste bildete und erzählte meinem Freund davon. Er dachte sofort an Schwangerschaft und drängte mich einen Schwangerschaftstest zu machen.

Ich plante nicht schwanger zu sein. Es war nicht der Moment aber ich wusste doch, dass mich ein negatives Ergebnis enttäuschen würde. Das ist schwer zu erklären und schwer nachzuvollziehen aber so fühlte ich mich.
Ich machte den Test nur, weil ich mich beim Frauenarzt auf Zysten untersuchen lassen wollte und wusste, sie würden vermutlich darauf beharren, dass ich davor einen Test machte.

Schwanger!

Das positive Ergebnis schockte mich. Ich bedauere zutiefst, dass meine ursprüngliche Reaktion nicht Freude war, sondern reine Angst. Angst, Ohrensausen und Schüttelfrost.

Das ist jetzt erst ein paar Tage her.

Der Clearblue Test sagte mir 2-3 Wochen.
Mein Freund sagte mir: Oh schei*e.
Die nette Arzthelferin am Telefon sagte mir: 07.01.
Und mein Freund sagte mir: Ich fang doch schon an mich zu freuen.

2-3 Wochen. Das ist unglaublich früh. Alles kann schief gehen. Das weiß ich. Aber dieser Test ist an sich schon eine Erfolgsgeschichte. Seit mehreren Jahre keine Regelblutung und dann so was.

Es war mir so wichtig diesen Text zu schreiben, weil ich mich noch an mich vor ein paar Jahren erinnern
kann.

„schwanger trotz PCOS“
„schwanger ohne regelmässige Periode“
„wie hoch wahscheinlichkeit schwanger PCOS“
„wer schwanger PCOS“
„wie lange durschnitt bis schwanger PCOS“
„heilung PCOS schwanger“
„schwanger PCOS medikamente“

Diese Worte haben für lange Zeit meine Suchkriterien bei Onlinesuchen bestimmt. Vielleicht bei euch ja auch und diese Seite ist aufgetaucht. Deswegen ist es jetzt auch gar nicht wichtig wie meine Geschichte weitergeht (für mich natürlich schon ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass alles gut geht).

Wichtig ist: Ja, schwanger mit PCOS.
Ja, schwanger ohne medikamente.
Nein, PCOS nicht = unfruchtbarkeit.

Lasst euch letzteres von keinem erzählen. Ich rate euch, informiert euch! Geht zum Endokrinologen. Achtet auf eure Ernährung. Das sind alles keine Heilungen aber die Pille als Lösung für PCOS präsentiert zu bekommen muss nicht euer definitives Urteil sein.

Und nun?

Ich weiß nicht wie meine Schwangerschaft weitergeht. Allein diese Worte zu schreiben ist so irreal, dass ich es ehrlich gesagt immer noch nicht glauben kann. Aber sie sind real. Ich bin schwanger. Meine Brüste schmerzen und mein Essen schmeckt anders. Wie meine Schwangerschaft weitergeht ist nicht das wichtige. Jede Frau und jede Schwangerschaft ist unterschiedlich. Wichtig ist, dass es möglich ist. Und ich weiß wie wichtig es mir gewesen wäre so einen Text zu lesen.

Bonus: Auf Faminino habe ich gelernt, dass eine Schwangerschaft vom letzten Tag der letzten Periode an gezählt wird (oh je hab ich mir das richtig gemerkt?) also bin ich nicht nur schwanger sondern ich bin verdammt schwanger. Sozusagen überschwanger. Seit geschätzt 13 Monaten schwanger. 😉

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39 Gedanken zu „Schwanger trotz PCOS – eine Geschichte zum Hoffen“

  1. Ich hab es auch mit PCO geschafft schwanger zu werden. Zwar mit Hilfe von den Medikamenten Metformin, aber die haben schon ausgereicht, um wieder einen regelmässigen Zyklus zu haben. Meine Motte ist jetzt 16 Monate alt. Und seit der Geburt habe ich wieder einen halbwegs normalen Zyklus ohne jegliche Medikamente.
    Niemals aufgeben

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    • Hallo Kerstin….

      ich nehme auch seit gut 4-5 WOchen Metformin… habe mich aber gestern mit meinem Mann dazu entschlossen dieses Medikament nicht mehr zu nehmen! Die Nebenwirkungen wurden immer schlimmer! Ich war total aus der Bahn… Übelkeit, Magenkrämpfe, Durchfall… kann meine Arbeit nicht mehr nachgehen und allein das einkaufen gestern ging nicht mehr!

      _Hattest du keinerlei Beschwerden?

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  2. Mir hat meine Frauenärztin damals auch gesagt, das s ganz schwer wird schwanger zu werden da ich pco habe, mein kleiner wird am Donnerstag 2 Jahre alt

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  3. Ich stehe gerade ganz am Anfang mit der Diagnose PCO und habe eine Überweisung in die Endokrinologie.
    Mein Partner und ich haben schon länger einen unerfüllten Kinderwunsch und zuerst brach für mich mit dieser Diagnose eine Welt zusammen.
    Umso schöner ist es diesen Erfahrungsbericht zu lesen.
    Es macht mir sooooo viel Hoffnung.
    Herzlichen Dank dafür. 🙂

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    • Nur nicht aufgeben … es hat bei mir zwar 12 Jahre gedauert (ich denke weil es meinem Frauenarzt egal war warum ich nicht schwanger werde bis ich in eine frauenklinik ging) mittlerweile erwarte ich Baby Nr. 3 😉 aber auch nur deshalb weil ich ausser Kondomen keine Verhütungsmöglichkeit habe (!!)

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  4. Dieser Text macht mir gerade so viel Mut.Vor 2 Jahren wurde PCO Diagnostiziert habe extremes Übergewicht, Haare überall wo sie keine Frau haben will, unreine Haut. Eine ESS wo die linke Eileiter entfernt wurde. Bin jetzt 32 und habe zyklen zwischen 36, 20,46, Tagen jeden Monat eine andere Zyklusdauer. Metformin hab ich auch bekommen bin aber nicht bereit die Leber zu ruinieren also nehme ichs nicht mehr. Ich bete zu Gott dass er mir ein Wunder verschafft

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      • Das ist eine tolle Geschichte.
        Habe auch PCO und weiß seit letzter Di. Das ich schwanger bin. Kann man mit Ultraschalluntersuchung noch keine Embryo sehen, da ich so unregelmäßige Perioden hatte. Aber hoffe das nächste Woche soweit ist.

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    • Hallo zusammen,

      Ich schreibe sonst auch nicht in Foren. Dennoch möchte ich zum mutmachen auch meine Geschichte erzählen.

      Mit 15 Jahren habe ich von meinem FA gesagt bekommen, dass ich ein PCO – Syndrom habe und das ich auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen werde. Trotz der Pille hätte ich noch immer keinen regelmäßigen Zyklus, es war verhext. Ich hatte immer das Gefühl, das ich besonders gestrafft bin da bei mir immer alles im Überfluss kam, Haarwuchs-, Ausfall, Sehr starke Blutungen, Gewichtszunahmen, der Spitzenreiter waren 10 kg in 8 Tagen und das auch noch im Urlaub.
      Mit 19 hatte ich es Leid mit der Pille und habe mir gedacht, schwanger werden kannst du ja eh nicht ….
      Das Ergebnis meines „Jugendlichen Leichtsinn“ ist heute 11 Jahre alt.
      Nach der Geburt fing alles wieder von vorne an, es war sogar noch schlimmer, verzweifelt nahm ich wieder brav die Pille ein. Meine Beschwerden wurden ein wenig gelindert. 3 Jahre später versuchte ich das Ganze noch mal, aber ich war überzeugt es wird nicht funktionieren und meine 2. Tochter ist heute 7 Jahre alt.
      Es funktionierte sogar noch einmal, meine jüngste Tochter ist mittlerweile 5 Jahre alt.
      Verliert nicht den Mut, nichts ist unmöglich 🙂

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  5. Hallo, ich bin eigentlich kein „Foren-Schreiber“ würde mich dem Mutmachen hier aber gerne mal anschließen.
    Ich hab die Diagnose PCO vor etwa 4 Jahren bekommen als ich aus gesundheitlichen Gründen die Pille abgesetzt habe und dann etwa 7 Monate auf meine Blutung warten musste. Diagnose von meiner früheren Frauenärztin: „eindeutig PCO.“ Dann die Frage: „Besteht derzeit Kinderwunsch?“ „Nein derzeit nicht“ „Ok, dann müssen Sie die Pille wieder nehmen und wir reden nocheinmal wenn Sie planen ein Kind zu bekommen“. Ok, dann machen wir das mal.
    Mitte 2018 haben mein Partner und ich dann beschlossen die Pille wieder abzusetzen und dem Traum Kind eine Chance zu geben. Ich habe dann ein halbes Jahr wieder gewartet und bin (wie erwartet ohne eingesetzte Periode) zu meiner neuen Frauenärztin gegangen. Ultraschall > alles voll mit Zysten. Also alles wie gehabt. Sie hat mich dann an auf eigenen Wunsch an eine Kinderwunschklinik überwiesen. Ich dachte, da ich auch Schilddrüsenprobleme habe wäre ich gerne irgendwo gut aufgehoben die sich ständig mit solchen „Problemfällchen“ beschäftigen. Dort wurde auch mein Partner untersucht. Diagnose: PCO > Behandlung mit Clomifen zur Eisprungstimulation. Spermiogramm > sehr schlecht… Schwangerschaft nur mit einer Insemination möglich. Kosten von ca. 1500 € von denen nicht alles von der Krankenkasse übernommen wird. Eine andere Möglichkeit wird nicht gesehen….
    Das war dann mal ein kleiner Schlag in die Magengegend… Wir haben uns dann erstmal wieder gesammelt und nachgedacht: 1) Wir haben es nicht sonderlich eilig, wenn es noch 1-2 Jahre dauert dann ist das halt so. 2) Wir haben es ja noch gar nicht auf normalem Weg versucht… soll ich mir da direkt eine Spritze mit dem aufbereiteten Sperma meines Partners einsetzen lassen?
    Da wir uns erstmal gegen diese Behandlung entschieden haben und nur meinen fehlenden Eisprung mit Clomifen auslösen wollten entschieden wir uns für eine Behandlung bei meiner Frauenärztin. Alles klar… Pille wieder einen Monat genommen um Abzubluten. Danach direkt mit dem Clomifen gestartet. Mein Zyklus wurde nun mit Ultraschall beobachtet. Unglaublicherweise gab es sogar einen Eisprung (ich hatte damit ehrlich gesagt nicht gerechnet). Also gespannt abgewartet und einen SS-Test gemacht. Negativ! Aber gar nicht so schlimm…. denn wir hatten ja einen ersten Erfolg. Die Clomifen Behandlung hilft 🙂
    Nächster Ultraschall Termin zur Kontrolle… setzt die nächste Blutung und der nächste Eisprung von alleine ein oder muss nochmal mit Clomifen nachgeholfen werden?
    Kleine Ernüchterung: 6 Wochen nach dem letzten Eisprung immer noch keine Blutung. Die Frauenärztin sagte mir „Die Schleimhaut baut sich ein bisschen auf, Follikel reifen ganz leicht heran. Wir machen in 4 Wochen nochmal einen Termin. Bis dahin könnte es evtl. sein dass die Blutung einsetzt. Wenn nicht setzen wir nocheinmal die Pille ein und verfahren wie vorher“ Alles klar, etwas enttäuscht aber doch voller Hoffnung weil ja doch anscheinend irgendwas in mir passiert war ich ein bisschen beruhigter.
    Etwa zwei-drei Wochen später mache ich aus einem mir immer noch nicht nachvollziehbaren Grund einen SS-Test. Anscheinend ist doch etwas dran, dass man es unbewusst einfach merkt. POSITIV!
    Ich konnte/ wollte es gar nicht glauben… ich hatte doch gar keine Blutung gehabt. Wo soll denn der Eisprung auf einmal herkommen? Also dachte ich mir, ok, mach dir mal keine große Hoffnungen, da ist bestimmt etwas schief gelaufen. Doch tatsächlich. Die Ärztin machte einen Ultraschall… ca. 5. Woche… Sie war selbst total platt und sagte nur: „Ja in der Natur gibt es nichts was es nicht gibt…“

    Ohje mein Text ist jetzt doch länger geworden als gedacht, aber wenn ich nur einer Person Hoffnung damit machen kann hat es sich ja schon gelohnt. Also nicht aufgeben… ich weiß manchmal ist das nicht so einfach. Ich selbst wollte meinen Kinderwunsch nie wirklich zulassen. Die Angst dass es doch nicht klappt war einfach zu groß (vor allem nach der Unmöglichen Antwort von der Kinderwunschklink). Deshalb meine Bitte: Nicht von uneinfühlsamen Ärzten die Hoffnung nehmen lassen. Nehmt euch lieber Geschichten von anderen zu Herzen. Es kann auch gut ausgehen 🙂

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    • Nini, Ich habe auf so etwas noch nie geantwortet. Aber ich habe fast 1:1 die gleiche Geschichte und deine Geschichte, hat gerade so viel besser gemacht. Danke!!

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  6. Danke für diesen aufbauenden Bericht!
    Habe leider seit heuer die Diagnosen Hashimoto und PCOS, die angeblich auch korrelieren..
    Mal sehen, wie das mit dem Wunschbaby wird.
    Alles Gute dir weiterhin!

    Antworten
    • Ich weiß seit ca. 5 Wochen das ich PCO habe!
      Nehme bis dato Metformin, was ich aber auf Grund der krassen Nebenwirkungen( bei mir!!) absetzen werde!

      Da geht meine eigene Gesundheit vor!
      Mal schauen, welche Alternative mit mein FA raten kann..

      Alles Gute!

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  7. Auch ich kenne das PCOS nur zu gut. 2016 wechselte ich den Frauenarzt und bei der ersten Untersuchung gleich der Satz „das Sie Schwierigkeiten haben werden Kinder zu bekommen wissen Sie schon, oder?“ Nein wusste ich nicht. Also ab in die Kinderwunschklinik, PCO bestätigt und 3mal versucht durch künstliche Befruchtung schwanger zu werden. Leider ohne Erfolg. Ich wollte nicht mehr und wir gingen 2017 zum Jugendamt. Seit 3 Wochen sind wir Eltern und letzten Freitag hielt ich einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand.
    Wenn das alles klappt, dann erleben wir gerade 2 ganz große Wunder.
    Ich drück euch allen so sehr die Daumen.

    Antworten
  8. Ich habe auch auch PCO und meine Tochter ist mittlerweile 4 . Danach habe ich auch wieder die Pille genommen weil ich kein 2. Kind wollte. Seit einem Jahr nehme ich die Pille nicht mehr und habe diesen Monat das erste mal wieder ohne Pille oder sonst der gleichen meine Regel bekommen. Ich hoffe das es bei mir auch nochmal klappt.
    Ich habe mich in diesem Text immer wieder gefunden . Mir geht es genauso.

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  9. Auch ich habe die Diagnose PCO. Es macht mir Mut zu hören, das ich nicht alleine damit bin.
    Da ich auch erst sehr spät (kurz vor meinem 15 Geburtstag) meine Periode bekommen habe und die Zyklen immer länger wurden bis sie völlig ausblieben, wusste ich, dass der Weg zu einem Kind wahrscheinlich etwas länger werden würde.

    Im März, diesen Jahres habe ich mir die Spirale, nach 3 Jahren, ziehen lassen. Verhütungsmittel: 3 verschiedene Pillen und Nuvaring habe ich auch schon hinter mir.
    Wie ich es mir schon gedacht hatte, hat meine Periode nicht eingesetzt, sodass ich relativ fix das Gespräch mit meinem Frauenarzt gesucht habe. Diagnose PCO, Schilddrüse in Ordnung, leichte Insulinresistenz (nach Test). Seit ca. 6 Monaten nehme ich jetzt Metformin, habe aber leider immer noch keine Periode.
    Parallel dazu habe ich mir eine sehr tolle Heilpraktikerin gesucht, die mich ganzheitlich betrachtet hat. Gemeinsam haben wir meine langjährigen Magen-/ Darmprobleme (die mir sehr zu schaffen gemacht haben/ Stress für den Körper) in den Griff bekommen bzw. weggezaubert und somit eine gesunde Basis für meinen Körper geschaffen. Jetzt nehmen wir mein kleines Hormonchaos in Angriff.

    Was ich selbst bisher getan habe? Ich habe mich viel mit mir selbst beschäftigt und in mich reingehört. Mein Stresslevel habe ich stark reduziert, ein paar kg zugenommen (gehöre zu den schlanken Frauen mit PCO) und mache viel Yoga.

    Seit ca. 6 Wochen bemerke ich Veränderungen. Meine Brüste sind gewachsen und ich habe das Gefühl, mein Körper erholt sich von den künstlichen Hormonen.

    Ich habe ein gutes Gefühl und denke das die Zukunft etwas Gutes für mich bereit hält. An sich selbst zu glauben und zu vertrauen ist eine gute Basis und alles andere kommt mit der Zeit.

    Ich freue mich für jeden, der sein kleines Glück jeden Tag in den armen halten kann und hoffe für uns alle anderen, dass wir irgendwann auch beschenkt werden.

    🙂

    Ganz liebe Grüße Mini

    Antworten
    • Liebe Mini,
      das hört sich für mich ganz so an, als würdest du deinen Weg finden, klasse 🙂
      Ich drücke dir jedenfalls ganz fest die Daumen und wünsche dir, dass sich deine Wünsche erfüllen!
      Alles Liebe
      Nele

      Antworten
  10. Hallo an alle,
    Ich habe mal eine Frage eher suche ich Rat. Also ich weiß seit vielen Jahren das ich PCO habe…. meine FA hat mir schon Gefühlt 1000 Arten von Anti-Baby Pillen verschrieben. Weil ich damals auch noch sehr jung war aber nie habe ich eine Vertragen immer tauchten übele Nebenwirkungen auf so das ich das erste mal die Pille mit 16 abgesetzt habe und bei meiner FA nachgefragt habe ob es andere Möglichkeiten zur Behandlung gibt. Sie schickte mich zum Diabetologen der mir Metformin verschrieb das nahm ich dann so 6 Monate alles lief meine Periode kam regelmäßig aber plötzlich auch da Nebenwirkung wieder der übelsten Sorte habe die dann abgesetzt muss dazu sagen habe auch keine Galle mehr und das Risiko meinen eigenen Körper und Leber zu schaden war mir nix. Deswegen nehme ich jetzt schon 1 Jahr kein Metformin mehr und die Pille nach Versuch ca. Nr.5 mit Pillensorte und wie immer Nebenwirkungen setzte ich sie ab. Meine FA meinte ohne Metformin keine Schwangerschaft….. und angeblich kein Eisprung….. meine Hausärztin meinte ich bekomme trotzdem einen Eisprung.
    Eisprung ja o. Nein?
    Ich und mein Partner wünschen uns so sehr ein kleines Wunder…
    Oder geht es wirklich ohne Medikamente nicht ?

    Antworten
    • Hi ich hatte auch metformin hab dann nach Erhöhung der Dosis beschlossen es nicht weiter zu nehmen … ich hatte zu der Zeit keinen festen Partner doch als ich meinen jetzigen Partner kennen lernte hat es relativ schnell geklappt zu der Zeit hab ich schon ungefähr 2 Jahre kein metformin mehr genommen … abschliessend würde ich sagen das Mittel hat mir geholfen 15 Kilo abzunehmen aber mit der Periode hatte es bei mir nichts getan und da ich zwei Jahre vor der ssw damit aufgehört habe glaube ich nicht dass man es zum schwanger werden braucht ( meine Kinder sind heute 6 und 2 und Nr. 3 ist unterwegs (16te ssw) geht also auch ohne Met. 🙂

      Antworten
  11. Hallo!
    Auch ich bekam PCOS (ohne Insulinresistenz aber mit sehr unreinner Haut, verstärkter Körperbehaarung usw.) diagnostiziert mit der Aussage des Arztes, dass eine Schwangerschaft auf natürlichen Weg sehr unwahrscheinlich sein wird. Damals hatte ich so gut wie keinen Zyklus, ca. 1x/Jahr hatte ich eine Regelblutung.
    Da auch noch kein Kinderwunsch bestand aber ich sehr unter meiner unreinen Haut litt, entschied ich mich dazu die Pille zu nehmen. Da ich diese aber mit der Zeit immer schlechter vertragen habe, setzte ich sie wieder ab und es tat sich monatelang nichts mit meinem Zyklus, mein Freund & ich haben nicht verhütet, wieso denn auch, wenn ich ja auf natürlichen Weg eh höchstwahrscheinlich nicht schwanger werden kann…
    bis ich ca. 8 Monate nach dem Absetzen plötzlich empfindliche Brüste bekam und mein Bauchgefühl mir sagte: mach einen Schwangerschaftstest! Und siehe da: er war direkt positiv, ohne vorher eine Regelblutung gehabt zu haben!

    Mein Sohn ist jetzt 13 Monate alt und da wir noch ein Geschwisterchen für ihn haben wollen, nehme ich seit 2 Monaten Inofolic und nach ca. 6 Wochen habe ich tatsächlich wieder eine Regelblutung bekommen.
    Also wie man sieht, kann es auch ohne Medikamente wie Clomifen o.ä. funktionieren 🙂

    Antworten
    • Liebe Claudia,
      Ich habe eine Frage zu dem Inofolic, ist das ein reines Vitaminpräparat? Hast du das von deinem Arzt/ deiner Ärztin empfohlen bekommen oder selbst gestartet?
      Alles Liebe 🙂

      Antworten
  12. Nur eine Frage: Ist es möglich, dass PCO-Frauen nur dann schwanger werden, wenn sie länger mit einem Partner zusammen sind? Ich kenne einige PCO-Frauen, die schwanger wurden, als sie längere Zeit in einer stabilen Partnerschaft waren und wenig Stress hatten. Das wäre ein sinnvoller Zug der Evolution. Eisprung und Schwangerschaft nur in stabilen Lebensverhältnissen. Das kommt auch dem Kind zugute.

    Antworten
    • Hallo,
      ich kann dazu leider nichts sagen und kenne keine wissenschaftlichen Studien dazu. Ein interessanter Gedanke ist es auf jeden Fall.
      Liebe Grüße
      Nele

      Antworten
  13. Hallo zusammen, auch ich bekam vor vielen jahren die Diagnose vomPcos betroffen zu sein. Hatte auch Probleme mit Metformin habe aber jetzt von meinem Arzt Janumet eine alternative zu Metformin bekommen. Habe letztes Jahr im Dezember eine Bauchspiegelung gemacht um schwanger zu werden jedoch bis jetzt ohne erfolg.
    Ich danke euch fūr den blog.

    Antworten
  14. Hallo,
    ich habe auch pco. mein Arzt meinte damals, dass ich auf natürlichem Weg nicht schwanger werden kann. nachdem ich metformin nicht vertragen habe bin ich zur Heilpraktikerin gegangen. ich dachte, was soll schon passieren. hätte nie erwartet, dass sie mit sanften Mitteln wirklich auf meinen Zyklus einwirken konnte. schubs schwanger. mein kleiner ist nun 1.5 und seit der Geburt ist mein Zyklus sogar regelmäßig. pco habe ich aber immer noch. dennoch bin ich nun zum 2. mal schwanger. pco muss nicht das Ende sein.

    Antworten
  15. Ich fühle mich, als müsste ich auch mal was dazu sagen.
    Ich will euch allen danken, für den Mut, den ihr allen PCO-erkrankten mit Kinderwunsch hier zukommen lasst.
    Ich bin nur ganz zufällig hier auf der Seite gelandet und fühle mich deutlich bestätigter und beruhigter.

    Ich bekam die Diagnose PCO letztes Jahr im April, nachdem ich drei Monate lang vergeblich auf meine Periode gewartet hatte. Meine Eierstöcke waren voller Zysten.
    Ich muss zugeben: Ich war im ersten Moment erleichtert.
    Nicht, dass ich nicht schwanger war, sondern, dass ich nicht verrückt bin. Seitdem ich meine Periode habe (bekam sie mit 12), kam sie unregelmäßig, dazu hatte ich ständig unfassbar schlimme Unterleibsschmerzen.
    Hab dann die Pille bekommen, da war der Zyklus normal, die dann aber 2017 (also vor 3 Jahren) abgesetzt, weil ich meinem Körper etwas Gutes tun und auf Hormone verzichten wollte.
    Aber nach dem Absetzen wurde die Periode unregelmäßig und mein Haarwuchs ist immens. Man sieht es zwar nicht, weil die Härchen so hell sind, aber ich hatte stets das Gefühl, unfassbar viele Haare über der Oberlippe zu haben.
    Dachte mir, dass das angeerbt ist.
    Zu meinem PCO kommt noch eine schilddrüsenerkranung, aber kein Hashimoto.
    Habe auch eine normale Figur.
    Ich nehme jetzt Schilddrüsenhormone ein und meine Frauenärztin hat mir für einen regelmäßigeren Zyklus Mönchspfeffer verschrieben und mir, entgegen der meisten Ärzte von denen ich hier gelesen habe gesagt, dass es sehr wohl möglich ist, schwanger zu werden. Und dass das auch schnell gehen kann.
    Bei der letzten Untersuchung waren die Zysten noch da, dafür war mein Zyklus aber deutlich kürzer, der letzte sogar auf 30 Tage (sonst so 37-42).
    Wir haben jetzt festgehalten, dass ich mich im Sommer einer Bauchspiegelung unterziehen, sollte ich bis dahin nicht schwanger sein, um zu sehen, ob die Eileiter irgendwie zusammenkleben.

    Ich winde mich zwar beim Gedanken an die Bauchspiegelung, versuche mich aber nicht unter Druck zu setzen, jetzt schwanger werden zu müssen (immer leichter gesagt, als getan).
    Klar, wäre das super, aber ich bin jetzt 26 und sollte biologisch gesehen ja auch noch Zeit haben.

    Aber insofern bin ich dankbar für all die positiven Beiträge und Erfahrungen und gebe die Hoffnung nicht auf.
    Und wenn’s nicht passiert, soll es wohl nicht sein, dann gibts auch immernoch andere Wege. 🙂
    Liebe Grüße

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  16. Seit einiger Zeit ertappe ich mich, Foren nach PCOS durchzustöbern und fühle mich von all den Beiträgen ermutigt und vor allem habe ich das Gefühl, mit meinen Gedanken und „Problemen“ nicht allein zu sein.
    Mit 12 Jahren habe ich meine Periode bekommen. Nachdem diese 6 Monate anhielt, dann 6 Monate ausblieb, wieder 3 Monate anhielt…. bin ich zum Frauenarzt und bekam die Diagnose PCOS. Eine Überweisung zum Endokrinologen bestätigte zudem Insulinresistenz… einige Jahre später kam eine Schilddrüsenunterfunktion dazu.
    Heute bin ich fast 29 Jahre alt und nehme seit ca. 17 Jahren – mit ein paar kleinen Unterbrechungen – die Pille bzw. mittlerweile den Nuvaring. Erschreckend. Jede „Hormonenpause“ bewirkte das, was ich mit 12 Jahren erlebt habe. Und immer kam die Aussage: „Wenn Sie keine Hormone bis zum akuten Kinderwunsch nehmen, wird es noch schwerer/unmöglich jemals schwanger zu werden“. Diese Aussage richtet soviel an. Sie gibt einem das Gefühl, selbst „Schuld“ zu sein, wenn es nicht klappt. Anstatt einem Mut zu machen, dass der Körper sich auch anders regulieren kann…
    Ich bin dem Rat gefolgt Hormone einzunehmen. Nun wird mein Kinderwunsch stärker. Im Sommer möchte ich die Hormone absetzen und versuchen, schwanger zu werden. Von meiner Frauenärztin wurde mir empfohlen schon jetzt mit „Clavella“ zu beginnen, um dem Folsäurehaushalt etc. auf Trapp zu bringen.
    Ich freue mich darauf die Hormone abzusetzen, habe aber auch etwas Bammel und fühle mich von all den negativen Prognosen gestresst, und das ist ja bekanntlich der schlechteste Ratgeber.
    Umso toller finde ich die positiven Beiträge hier, die mir soviel Mut machen! Danke, dass ihr Eure Geschichten teilt.

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  17. Danke das du deine Sorgen , Probleme und dein Glück mit uns geteilt hast .
    Dies bedeutet mir sehr viel. Bin auch seit 12 Jahren mit dem PCOS bestückt.
    Das hat mir sehr viel Mut gemacht, Trotz des PCOS ohne Chemie weiter zu kämpfen.
    Ich danke dir sehr das du dies mit uns geteilt hast !!!!
    Wünsche dir für dein Kinderwunsch alles gute und viel Glück.

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  18. Hey ihr süssen . Erstmal toller Blog der mut macht . Mädels bei mir würde pco mit 12 Jahren diagnostiziert . Ich war seitdem trotzdem schwanger . Einmal ohne Medikamente und einmal mit inofolic kann ich echt empfehlen . Hat bei mir nach nur einem Monat einnahme geklappt und habe mehrere bekannte bei denen es genauso ist . Bis jetzt ist mit Baby alles super. Und ich hibbel auf meinen nächsten Termin . Also wir Frauen mit pco können durchaus schwanger werden . Meine FA hat auch empfohlen das inofolic (folsäure,myo insitol) weiter zunehmen 3 Wochen nach Test und ich muss auch progesteron einnehmen da ich einen Mangel habe wegen meinem gelbkörperhormon am besten das abchecken lassen beim endokrinologen. Also inofolic ist echt der Geheimtipp. Wünsche euch jetzt schonmal viel Spass beim Brüten . Glg 🙂

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  19. Hallo zusammen,

    Ich habe auch PCO.
    Ich weiß es ebenfalls ein paar Jahre und habe alles versucht, ohne Tabletten schwanger zu werden.
    Leider hat es nicht funktioniert.
    Als ich mich letztes Jahr im Juli nochmals beim Frauenarzt vorstellte, bekam ich die entsprechenden Medikamente. Gegen das Metformin hab ich mich entschieden, da ich es 2017 beim ersten Anlauf nicht vertragen habe. Bin auf Clavella umgestiegen. Das war eine gute Entscheidung.
    Leider hat der ES mit clomifen nicht geklappt.
    Im Oktober wurde die Behandlung beim Frauenarzt abgebrochen, da es nichts gebracht hat und es auch ziemlich auf die Psyche geht.
    Der Weg in die Kinderwunschklinik war nicht leicht.
    Erster Termin Ende November 2019. Zuerst Voruntersuchungen und Besprechungen.
    Habe wieder mit Metformin gering dosiert begonnen und eine radikale Ernährungsumstellung.
    Am 30.12.2019 war noch eine Eileiterdurchgängigkeitsprüfung.
    Dort war alles okay.
    So würde ich über verschiedene Möglichkeiten aufgeklärt und eine Kostenaufstellung wurde mir zugeschickt. Habe diese zu Genehmigung eingereicht.
    Danach nochmal in der Kiwupraxis einen Termin vereinbart.
    Es wurde nochmal beim Ultraschall alles kontrolliert und bekomme Rezepte.
    Begonnen mit utrogest. Ab dem 2. Zyklustag für 5 Tage Letrozol. Dann hat sich tatsächlich etwas getan. Es konnte der Eisprung ausgelöst werden und die Insemination stattfinden. Hinterher musst ich mir noch 3 Spritzen mit dem HCG spritzen.
    Utrogest muss auch sein.
    Ende April war der Bluttest. Positiv. Aktuell bin ich in der 6. SSW.
    Ultraschall die Woche war gut, nächste Woche kann man womöglich schon den Herzschlag sehen.

    Meinen Rat an alle mit PCO. Nicht aufgeben, weiter machen.
    Auch wenn eine Kinderwunschpraxis ein schwerer Weg sein kann. Es gehen da so viele Paare hin.
    Und was sich wichtig ist, dass der Partner/Mann hinter einem steht. Zusammen geht es leichter.

    Ich drücke euch allen die Daumen

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  20. Hallo ihr Lieben..ich bin selber sonst immer nur stille Mitleserin, aber da mich das Thema selbst seit knapp 10 Jahren betrifft will ich ein bisschen Mut machen – an alle die manchmal verzweifeln könnten, weil es mit dem Wunschbaby nicht klappt.
    Hab die Diagnose 2010 bekommen (mit 21 Jahren) und direkt danach Behandlung mit Cortison, Pille und Stichelung der Ovarien (sozusagen das Aufstechen und damit Entfernen der Zysten, der Eingriff war minimal invasiv, dennoch nicht ganz schmerzfrei, danach haben sich jedoch Hormonwerte stabilisiert und auch meine psychische Verfassung hat sich deutlich gebessert). 2015 wollten wir dann gerne ein Baby haben – geklappt hat es 2 Jahre später (eine frühe Fehlgeburt) (Ovulationstests! Sehr hilfreich, da mein Zyklus immer noch unregelmäßig ist), nach vielen erfolglosen Zyklen und dem geplanten Einsatz von Clomifen (was ich eigentlich ungern einnehmen wollte) plus Termin in einer KiWu-Klinik. Geklappt hat es dann im letzten Zyklus vor der Clomi-Einnahme. Es folgte eine schöne und problemfreie SS und Geburt und Baby Nr 2 ist nun auch schon 7 Monate alt (geklappt beim ersten Versuch trotz erneuter Zysten an den Eierstöcken). Ich denke bei Nr 2 war es vor allem der „freie Kopf“ und das Wissen wann ich meinen Eisprung habe (deutlich spürbar), warum es so schnell geklappt hat. Habe mich während Übungsphase bei Kind Nr 1 sehr viel mit meinem Zyklus beschäftigt und geschaut was mir gut tut.
    Die Zysten sind auch jetzt wieder da und meine Ärztin sagt, wenn wir noch ein Baby haben möchten dann bleiben nicht mehr viele Jahre (bin 30). Eine Stichelung würde ich im Moment für einen KiWu nicht vornehmen, hoffe aber sehr dass es in ein oder zwei Jahren noch einmal so klappt. Aber ich bin dankbar für meine zwei gesunden Mäuse.

    Was ich sagen will: die Diagnose PCO heißt nicht, dass es mit dem Wunschbaby nicht klappt (ich selbst hab es aber viele Jahre geglaubt) – man muss auf sich selbst achten und seinen Zyklus kennenlernen. Letztendlich war laut meiner Ärztin die Stichelung auch eine sehr hilfreiche Maßnahme, zumindest in meinem Fall.

    Bis ich (hoffentlich) mit Baby Nr 3 schwanger werde, nehme ich übrigens keine Pille (eigene Entscheidung). Bei mir haben sich die Nebenerscheinungen des PCO (extremer Haarausfall, kahle Stellen, Körperbehaarung, schlechte Haut, teilweise schlechte Stimmung) seit Kind 1 bereits erheblich verbessert – auch ohne künstliche Hormonpräparate. Ich hoffe es bleibt so.

    Ich lebe bisher sehr gut mit PCO und glaube dass jeder einen guten Weg finden kann, damit umzugehen. Was meinen KiWu im Übrigen auch noch etwas erschwert hat, war die zusätzliche Diagnose Endometriose (auch 2010)..aber wie man sieht hat auch diese (bisher) letztendlich nicht im Weg gestanden (ist nicht behandelt worden, kommt aber sicher auf die Ausprägung an).

    Alles Gute!

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