Bin ich schwanger? 29 mögliche erste Schwangerschaftsanzeichen

Du fragst dich gerade, ob du vielleicht schwanger sein könntest? Du fühlst vielleicht schon erste Veränderungen und weißt nicht, wie du sie deuten kannst?

Bereits wenige Tage nach dem Geschlechtsverkehr können sich die ersten Schwangerschaftsanzeichen bemerkbar machen. Die Symptome einer Schwangerschaft sind dabei häufig subtil, also längst nicht immer so eindeutig wie das Ausbleiben der Periode.

Damit du frühe Schwangerschaftszeichen richtig deuten kannst, habe ich gründlich für dich recherchiert und 29 mögliche Zeichen in diesem Artikel für dich zusammengestellt. Sie sind unterteilt in unsichere, wahrscheinlichen und sichere Schwangerschaftsanzeichen.

Unsichere Schwangerschaftsanzeichen

Unsichere Schwangerschaftsanzeichen können auf eine Schwangerschaft hinweisen, sind aber nicht schwangerschaftsspezifisch und können auch durch andere Faktoren, wie z. B. Krankheit, Stress oder körperliche Belastung verursacht werden.

1. Übelkeit oder Erbrechen

Übelkeit oder sogar Erbrechen ist wohl eines der bekanntesten Schwangerschaftssyptome. Es tritt nicht bei jeder Schwangeren zwangsläufig auf und kann in Intensität und subjektivem Erleben unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

Übelkeit und Erbrechen gelten aus gynäkologischer Sicht als Zeichen einer Frühschwangerschaft und treten etwa ab der der 5. SSW oder 6. SSW Woche auf. Bis spätestens zur 16. Schwangerschaftswoche sollten die unangenehmen Symptome dann aber wieder verschwunden sein.

In einigen Fällen leiden Schwangere aber deutlich länger und deutlich schwerer unter diesem Symptom, dies bezeichnet man als Hyperemesis gravidarum und lässt sich leider kaum behandeln. Betroffene sollten dennoch unbedingt mit ihrem Arzt sprechen, da eine ausreichende Zufuhr mit Flüssigkeit und Nährstoffen in dieser Situation manchmal nicht so leicht ist aber dennoch gewährleistet sein sollte.

2. Vermehrter Ausfluss

Eine gesteigerte Menge an Ausfluss kann ein Schwangerschaftsanzeichen sein, Konsistenz und Geruch können dabei einen Hinweis auf eine Schwangerschaft oder andere Ursachen geben. Geruchsarme und farblose vaginale Ausscheidungen können ein frühes Anzeichen einer Schwangerschaft sein, sind aber auch sonst kein Grund zur Sorge.

Ist der Ausfluss jedoch sichtbar verfärbt oder riecht unangenehm, könnte eine Infektion vorliegen. In diesem Fall ist ein Arztbesuch immer ratsam. Bei einer Schwangerschaft insbesondere, da für das ungeborene Leben eine Infektionsgefahr bestehen könnte.

3. Schwindel und Benommenheit

Schwindelgefühle und Benommenheit sind in einer frühen Phase der Schwangerschaft keine Seltenheit. Es wird angenommen, dass diese Kreislaufprobleme zum einen durch die hormonelle Umstellung, zum anderen aber auch durch ein Absinken des Blutdrucks verursacht werden können.

Während hormonelle Schwankungen eher ein konstantes Schwindelgefühl erzeugen, verursacht die abrupte Blutdrucksenkung häufig ein plötzliches Schwächegefühl. Auch wenn diese Symptomatik von der werdenden Mutter als dramatisch empfunden wird, besteht in der Regel kein Grund zur gesteigerten Sorge. Trotzdem sollte bei konstantem Unwohlsein oder regelmäßigen Schwindelanfällen der Arzt darüber informiert werden.

4. Gesteigerter Harndrang / häufiges Wasserlassen

Ein gesteigerter Harndrang kann ein frühes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Viele Frauen müssen schon ab der 6. SSW auftritt häufiger auf die Toilette.

Verursacht wird dieses Anzeichen für eine Schwangerschaft zum einen durch das Anwachsen der Gebärmutter, welche dann durch die Ausdehnung auf die Harnblase drücken kann. Dieser muskulär-mechanische Reiz verursacht dann den vermehrten Harndrang.

Zum anderen wird der gesteigerte Harndrang durch das vermehrt produzierte Hormon Progesteron verursacht, welches deine Blasenmuskulatur entspannt und dafür sorgt, dass Harndrang entsteht, obwohl deine Blase eigentlich noch nicht richtig gefüllt ist. Dadurch ist es nicht ungewöhnlich, dass du auch in der Frühschwangerschaft schon unter einem gesteigerten Harndrang leidet.

5. Müdigkeit und Erschöpfung

Müdigkeit und Erschöpfung sind typische Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft. Während der gesamten Schwangerschaft und vor allem im ersten Trimester musst du damit rechnen, weniger Energie zu haben als sonst und häufiger müde zu sein.

Das liegt daran, dass dein Körper in der ersten Zeit einiges leisten muss, z. B. bildet sich die Plazenta und es finden wichtige Änderungen im Stoffwechsel und Hormonhaushalt statt. So wird im Körper die Produktion Gelbkörperhormons Progesteron in der 1. SSW bis zur 4. SSW stark angekurbelt. Zum Schutz des ungeborenen Lebens werden im Organismus der schwangeren Frau bestimmte Stoffwechselvorgänge verlangsamt. Viele haben in dieser Zeit das Gefühl, als hätten sie einen Marathon mitgelaufen, obwohl sie den ganzen Tag im Büro verbracht haben.

Im zweiten Trimester verschwinden Müdigkeit und Erschöpfung dann oft, aber kommen ab dem 7. Monat wieder.

6. Brüste werden berührungsempfindlicher

Bereits wenige Tage nach einer Empfängnis beginnen sich die äußeren sekundären Geschlechtsmerkmale, also die weiblichen Brüste, zu verändern. Damit bereitet der Organismus die Brustdrüsen und die Brustwarzen auf die Stillzeit vor.

Diese hormonelle Umorganisation des Bindegewebes sorgt für eine erhöhte Berührungsempfindlichkeit. Das trifft insbesondere für Frauen zu, die zum aller ersten Mal schwanger sind. Dieses Schwangerschaftszeichen ist also bei Frauen, welche bereits Kinder haben, in der Regel schwächer ausgeprägt.

7. Spannungsgefühl in den Brüsten

Wenn deine Brüste spannen, kann das ein Hinweis darauf sein, dass du schwanger bist. Mit der Berührungsempfindlichkeit der Brüste geht meist wenige Tage nach der Empfängnis auch ein unangenehmes Spannungsgefühl einher, es wird beschrieben als permanentes, dumpfes Ziehen in den Brüsten und kann auch nachts auftreten.

Brustschmerzen, ein Ziehen oder Spannung in den Brüsten können bereits zwischen der 5. SSW bis 8. SSW auftreten. Dies wird dadurch hervorgerufen, dass sich deine Brüste vergrößern und sich auf die spätere Milchproduktion einstellen.

8. Brustwarzenhöfe werden dunkler

Bereits in der frühsten Schwangerschaftsphase, also schon wenige Tage nach der Empfängnis, können sich die Brustwarzenhöfe deutlich verfärben und dunkler werden. Die Brustwarzenvorhöfe verändern sich aber nicht nur farblich, sondern werden auch größer.

Dieses als unsicher geltende Schwangerschaftsanzeichen tritt aber nicht zwangsläufig bei jeder Schwangeren auf. Es handelt sich jedoch um einen natürlichen Vorgang, durch welchen sichergestellt werden soll, dass das Neugeborene die Brustwarzen später besser zum Stillen findet.

9. Vergrößerung der Brustwarzen

Veränderungen der Brustdrüsen und Brustwarzen sind ein häufiges Anzeichen für eine Schwangerschaft. Die Veränderungen im Brustdrüsengewebe sind entweder nach außen hin sichtbar oder werden von der Schwangeren als ein Drücken, Ziehen oder Stechen in der Brust wahrgenommen.

Verantwortlich für die Vergrößerung der Brustwarzen ist der veränderte Hormonspiegel. Vermehrte Konzentrationen von Östrogen, Progesteron und HPL bereiten die Brüste auf ihre biologische Aufgabe der Milchbildung vor. Die stark anwachsenden Milchgänge und Milchdrüsen zeigen sich in einer Vergrößerung der Brustwarzen und des gesamten übrigen Brustdrüsengewebes.

10. Heißhunger auf bestimmte Speisen

Du hast plötzlich Hunger auf eine Currywurst mit Pommes und viel Mayo und Ketchup oder saure Gurken, obwohl du eigentlich weder das eine noch das andere so richtig magst? Oder du kombinierst bestimmte Speisen, die vorher nicht zu kombinieren gewagt hättest?

Heißhunger als Anzeichen einer bestehenden Schwangerschaft wird von vielen werdenden Müttern bestätigt. Dabei steht plötzlich das intensive Verlangen nach ganz bestimmten Speisen und Getränken im Vordergrund. Oft werden dann sogar Nahrungsmittel bevorzugt, die vor der Schwangerschaft so gar nicht auf dem Lieblingsspeiseplan gestanden haben. Gynäkologen sehen im Heißhunger auf bestimmte Speisen eine sinnvolle Einrichtung der Natur, bestimmte Mangelzustände und Defizite an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, auszugleichen.

Diese außergewöhnlichen Essgelüste treten in den meisten Fällen spätestens ab der 9. Schwangerschaftswoche in Erscheinung. Bis zur 14. Schwangerschaftswoche haben sich die Gewohnheiten des gesteigerten Essverhaltens dann oft schon wieder auf ein Normalmaß eingependelt.

11. Ekel vor bestimmten Speisen oder Genussgiften

Nicht nur Heißhunger nach bestimmen Speisen kann ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein, sondern auch das Gegenteil: Ekel. Ekel vor bestimmten Gerüchen oder Speisen. Oder auch Ekel vor Genussgiften wie Alkohol oder Zigaretten, was wahrscheinlich einen Selbstschutzmechanismus darstellt.

Bereits in einer frühen Phase der Schwangerschaft können sich bestimmte Sinneswahrnehmungen verändern. Die genauen Ursachen dafür sind bis heute zwar unbekannt, es wird aber davon ausgegangen, dass grundlegende hormonelle Veränderungen eine Rolle dabei spielen.

Schwangere entwickeln häufig einen plötzlichen Ekel vor bestimmten Lebensmitteln oder Genussgiften. Andererseits kann jedoch auch ein starkes Verlangen nach bestimmten Speisen auftreten. Auch veränderte Geschmacksempfindungen, beispielsweise ein metallischer Geschmack im Mund, ist in der Frühphase der Schwangerschaft nicht ungewöhnlich.

12. Appetitveränderung

Die hormonellen Stoffwechselveränderungen in der Schwangerschaft wirken sich nicht nur unmittelbar auf den Körper, sondern auch auf die Empfindungen für Geruch und Geschmack aus.

Gerade zu Beginn der Schwangerschaft kann die Hormonflut dazu führen, dass die Lust auf vormals lieb gewonnene Speisen vorübergehend ganz verschwindet. Bei Appetitlosigkeit empfehlen Gynäkologen trotzdem täglich mehrere kleine Portionen zu verzehren.

13. Steigende Basaltemperatur

Auch die temporäre Erhöhung der Basaltemperatur ist ein solches Zeichen. Die Körpertemperatur sinkt nicht vor der zu erwartenden Regelblutung, sondern steigt. Wegen einer falschen Deutung wird dieses sichere Anzeichen einer Schwangerschaft jedoch häufig übersehen.

Die Basaltemperatur bezeichnet die Grundtemperatur kurz nach dem morgendlichen Erwachen. Während eines Eisprungs steigt die Basaltempertur um etwa 0,5 °C und sinkt dann erst kurz vor der erwarteten Menstruation (manchmal auch erst, wenn diese bereits eingetreten ist). Um die Basaltemperatur im Sinne einer vorliegenden Schwangerschaft jedoch richtig zu deuten, sind mehrere Messungen (über einige komplette Zyklen) erforderlich.

14. Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind ein Symptom der Frühschwangerschaft und treten oft zusammen mit Übelkeit, Schlafstörungen oder Müdigkeit auf. Schwangerschaftskopfschmerzen werden durch die tief greifende hormonelle Umstellung verursacht und können sich durch eine Unterzuckerung noch verstärken.

Viele Situationen wie Aufregung oder Stress werden aufgrund der Kopfschmerzen von Schwangeren als sehr viel belastender wahrgenommen. Litten Frauen bereits vor einer Schwangerschaft unter bestimmten Kopfschmerzformen, so können diese sich mit dem Eintritt einer Schwangerschaft nochmals verstärken. Nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel verschwinden die Kopfschmerzen dann oft spontan.

15. Rückenschmerzen

Rückenschmerzen müssen während der Schwangerschaft nicht zwangsläufig auftreten und sind eine Frage der Konstitution und Disposition. Treten plötzliche Rückenschmerzen bereits im ersten Drittel der Schwangerschaft auf, so kann dies ein Hinweis auf mögliche Komplikationen sein. Das zunehmende Gewicht des ungeborenen Lebens sowie die damit verbundene übermäßige Beanspruchung der Bauch- und Rückenmuskulatur der Mutter kann bereits in der Frühschwangerschaft bei entsprechender Konstitution zu erheblichen Rückenproblemen führen.

16. Krämpfe

Ein Ziehen im Becken begleitet von heftigen, menstruationsartigen Krämpfen sind in der Phase der frühen Schwangerschaft recht häufig. Ausgelöst werden diese unangenehmen Bauchkrämpfe durch eine verbesserte Durchblutung der Gebärmutter. Außerdem muss sich die Muskulatur der Gebärmutter erst noch richtig im Becken platzieren und einstellen, was ebenfalls Krämpfe verursachen kann.

17. Vergesslichkeit

Viele Schwangere klagen über Vergesslichkeit und Erinnerungslücken. Wer Wörter vergisst, Verabredungen verpasst oder gefühlte Ewigkeiten nach dem Schlüssel sucht, könnte an einer sogenannten Schwangerschaftsdemenz leiden.

Verwirrtheit, Schusseligkeit, Wortfindungsstörungen oder eine verminderte Gedächtnisleistung können einzeln oder gemeinsam als Symptome auftreten. Über die Ursachen dieser vorübergehenden kognitiven Störungen rätseln Experten bis heute. Es mehren sich jedoch die Hinweise über einen Zusammenhang von Vergesslichkeit in der Schwangerschaft und dem Hormon Prolaktin. Denn die zunehmende Vergesslichkeit korreliert mit einem Anstieg dieses Hormons im Blut von Schwangeren.

18. Verstopfung

Zwischen 11% und 38% aller Schwangeren leiden an Verstopfung. Es handelt sich also um ein häufiges, wenn auch unsicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft.

Lebensqualität und allgemeines Wohlbefinden können dadurch stark beeinträchtigt sein. Außerdem kann die Verstopfung mit unangenehmen Begleitsymptomen wie Blähungen oder Hämorrhoiden durch vermehrtes Pressen einhergehen.

19. Vermehrter Speichelfluss

Ein vermehrter Speichelfluss tritt meist in Kombination mit Übelkeit und Erbrechen häufig während der ersten drei Monate nach einer Empfängnis auf.

Der Speichelfluss wird mitunter als sehr lästig empfunden. Stress gilt als Hauptverursacher von vermehrter Speichelbildung zu Beginn der Schwangerschaft.

20. Einnistungsblutung und Einnistungsschmerz

Sobald sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut eingenistet hat, führt dies schnell zu typischen Veränderungen. Etwa 9 Tage nach der Einnistung kann eine Blutung auftreten, welche in der Regel aber deutlich schwächer ist, als eine übliche Menstruationsblutung.

Dennoch sollte diesem eher seltenen Phänomen als Hinweis einer Frühschwangerschaft unbedingt Beachtung geschenkt werden. Insbesondere dann, wenn die unregelmäßige, leichte Blutung mit krampfartigen Unterleibsschmerzen verbunden ist.

Wahrscheinliche Schwangerschaftsanzeichen

Folgende Schwangerschaftsanzeichen sind, im Gegensatz zu den unsicheren Schwangerschaftsanzeichen, in der Regel schwangerschaftsspezifisch und deutlich seltener oder gar nicht auf andere Ursachen zurückzuführen, weshalb sie als wahrscheinlich gelten:

1. Ausbleiben der erwarteten Periode

Das Ausbleiben der Menstruationsblutung gilt als deutlichster Hinweis für das Vorliegen einer möglichen Schwangerschaft. Ist der Zyklus unregelmäßig, so können aber auch andere Gründe wie bestimmte Krankheiten oder Stress dazu führen, dass die Periode nicht pünktlich eintritt.

Ob eine Monatsblutung einfach nur spät dran ist oder tatsächlich eine Schwangerschaft vorliegt, sollte frühestmöglich in der gynäkologischen Praxis abgeklärt werden.

2. Positiver Schwangerschaftstest

Der Schwangerschaftstest misst den Anteil des Hormons HCG im Urin. Bereits ab dem ersten Tag nach Ausbleiben der Regelblutung lässt sich dieses Schwangerschaftshormon bereits im Urin nachweisen.

Wird der Test zu früh durchgeführt, kann er jedoch falsch negativ ausfallen. Fällt der Test jedoch positiv aus, so ist dies ein sicheres Anzeichen, denn die Bildung von HCG geschieht ausschließlich in der Schwangerschaft.

3. Hormonmessung, die einen HCG-Anstieg zeigt

Sollte dein Schwangerschaftstest mit Urin positiv ausgefallen sein, so solltest du unbedingt zeitnah deinen Gynäkologen aufsuchen. Der starke Verdacht einer Schwangerschaft sollte durch eine Messung des Hormons HCG im Blut verifiziert werden.

Bei einem typischen, periodischen Anstieg des Schwangerschaftshormons im Blut ist mit Sicherheit von einer Schwangerschaft auszugehen. Bei einem positiven Blut HCG Spiegel werden sich dann unmittelbar andere ergänzende gynäkologische Untersuchungen zur Erhärtung sonstiger Schwangerschaftssymptome anschließen.

4. gynäkologische Zeichen (Veränderungen am Muttermund wie Hegar-, Gauss-, Osiander- und Pschyrembel-Zeichen)

Das nach dem Gynäkologen Alfred Hegar benannte Schwangerschaftszeichen tritt zwischen dem 2.-3. Monat auf und bezeichnet eine leichtere Komprimierbarkeit der Gebärmuttermuskulatur durch Bindegewebsveränderungen. Diese typische Veränderung am Muttermund wird in der gynäkologischen Sprechstunde durch Tastbefund festgestellt.

Das Zeichen nach Gauss ist ebenfalls ein frühes Schwangerschaftszeichen und bezeichnet eine vermehrte Verschieblichkeit infolge bindegewebiger Auflockerung von Gebärmutterportio zu Gebärmutterhals.

Das Osiander-Zeichen beschreibt das deutlich tastbare Pulsieren während des 1.-2. Schwangerschaftsmonats am Zervixrand.

Das Pschyrembel-Zeichen, ebenfalls nach seinem Entdecker benannt, gilt als wahrscheinliches Schwangerschaftszeichen und kann ab etwa dem 2. Schwangerschaftsmonat nachgewiesen werden. Es handelt sich dabei um die gute Tastbarkeit eines festen Kerns in der Zervix.

5. Schwangerschaftsstreifen

Unschöne Dehnungsstreifen entstehen durch kleinste Risse in der Unterhaut des Bindegewebes durch das kontinuierliche Wachstum des Fötus. Schwangerschaftsstreifen sind deshalb kein Frühsymptom, sondern treten erst in einer späteren Phase der Schwangerschaft auf.

Nicht jede werdende Mutter ist von diesem Schwangerschaftsanzeichen betroffen, die individuelle Konstitution und Disposition ist entscheidend. Schwaches Bindegewebe, Übergewicht oder Bewegungsmangel können das Entstehen von Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft fördern. Sie können am Bauch, aber auch an anderen Körperregionen auftreten.

6. Lividität der Vagina und Schamlippen

Lividität bezeichnet eine bläuliche bis lilafarbene Veränderung der Scheidenschleimhaut. Diese deutlich sichtbare, farbliche Veränderung des Scheideneingangs, der Scheide und des Muttermundes wird durch hormonelle Veränderungen und durch eine verstärkte Durchblutung ab etwa der 5. Schwangerschaftswoche hervorgerufen.

7. Vormilch

Vormilch, auch Kolostrum genannt, ist sehr nahrhaft und reich an Proteinen. Abhängig vom Oxytocin Spiegel wird Vormilch etwa von der 16. Schwangerschaftswoche an produziert. Es handelt sich um ein sicheres Schwangerschaftszeichen.

8. Hyperpigmentation der Haut

In Abhängigkeit vom Hauttyp kann es während der gesamten Schwangerschaft zu einer Hyerpigmentierung der Haut kommen. Auch diese Schwangerschaftssymptome sind Folge der hormonellen Umstellungen. Farbstoff produzierende Hautzellen, Melanozyten, werden unter dem Einfluss von Hormonen in der Schwangerschaft vermehrt dazu angeregt, Pigmentflecken zu bilden.

9. Sichtbarkeit der Linea nigra/Linea fusca

Etwa zeitlich gesehen in der Mitte der Schwangerschaft entdecken viele Frauen auf dem Bauch einen dunkel aussehenden Streifen, welcher sich vom Nabel bis hin zum Schambein erstrecken kann.

Diese ungefährliche schwarze Linienzeichnung ist eine Pigmentstörung, ausgelöst durch eine verstärkte Produktion des Hormons Melanin in der Schwangerschaft.

Sichere Schwangerschaftsanzeichen

Als sichere Schwangerschaftsanzeichen gelten alle Anzeichen, die das Vorhandensein eines heranwachsenden Kindes in deinem Bauch einwandfrei nachweisen, dazu zählen:

  • Nachweis der Fruchtblase per Ultraschall (ab der 5. SSW)
  • Nachweis von embryonalen Herzaktionen per Ultraschall (ab der 7. SSW)
  • Hören fetaler Herztöne im Bauch der Schwangeren (ab 12. SSW)
  • Ertastbarkeit von Körperteilen des Kindes (ab 18. SSW)

Quellen und weiterführende Artikel

Mama sein
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