Vorname für männlich mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Alfons führt nicht geradlinig auf eine einzige deutsche Urform zurück. Das schwedische Institut ISOF beschreibt ihn als westgotischen Namen aus *haþu „Kampf“ und *funs „eifrig, tapfer“. In Spanien verband sich diese Namensgruppe mit germanischen Adelsnamen und stand wahrscheinlich unter dem Einfluss von Ildefonso. Damit erklärt sich, weshalb neben Alfons die lateinischen und romanischen Formen Alphonsus und Alfonso stehen, ohne dass sie austauschbare Schreibweisen derselben Urkunde wären.
Für die moderne Schreibweise Alfons nennt ISOF 1807 als frühesten schwedischen Beleg. Diese Jahreszahl bezeichnet den dokumentierten schwedischen Namensgebrauch, nicht den Beginn der westgotischen Namensgeschichte. Die mittelalterliche Überlieferung ist in anderen Formen weitergegeben worden; die Buchstabenfolge Alfons ist deshalb sprachhistorisch jünger als die zugrunde liegenden Namenselemente. Im 20. und frühen 21. Jahrhundert führen regionale Kalender und Namenslisten die Form weiterhin, darunter der schwedische Namenstag am 6. August. Der Künstler Alfons Mucha zeigt, wie der Vorname im mitteleuropäischen Raum als eigenständige Form verwendet wurde.
Quelle des Erstbelegs
| Datenraum | Jahr | Geschlecht | Rang | Bester Rang (Jahr) | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Sachsen | 2024 | Männlich | 423 | 6 (2009, Nordrhein-Westfalen) | Faminino Popularitätsindex |