Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Baudouin gehört zur frankoromanischen Schreibtradition des germanischen Namens Baldwin. Nominis erklärt die Bestandteile als germanisch bald, „kühn“ oder „tapfer“, und win, „Freund“. Die französische Form ist im mittelalterlichen Adel und in der Kirchengeschichte vielfach belegt. Nominis verweist besonders auf die Könige von Jerusalem des 12. Jahrhunderts und nennt Baudouin IV, während das französische Thesauri-Portal historische Autoritätsdaten zur Namensform sammelt. Der früheste bislang sicher greifbare Kontext ist damit die mittelalterliche französische Personenüberlieferung. Er bezieht sich auf die exakte Form Baudouin und nicht nur auf den englischen oder lateinischen Verwandten Baldwin.
Die Bedeutung „der kühne Freund“ ist eine etymologische Zusammensetzung, keine Charakterbeschreibung einzelner Träger. Baudouin blieb vor allem in Frankreich, Belgien und frankophonen historischen Darstellungen lebendig. Baudouin IV von Jerusalem ist ein besonders gut dokumentierter Träger, dessen Herrschaft trotz schwerer Krankheit in die Geschichte des Königreichs einging. Der Namenstag wird in der französischen katholischen Namensdatenbank am 17. Oktober als lokales Fest in Belgien geführt. So stehen bei Baudouin eine germanische Namensbildung, eine französische Schriftform und eine mittelalterliche Königstradition nebeneinander.