Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Branwen ist bereits in der mittelwalisischen Erzähltradition belegt. Die Oxford Bibliographies nennt Peniarth 6 als Fragment aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, in dem Stoffe des Mabinogi überliefert sind. Die National Library of Wales führt Branwen verch Llŷr als zentrale Figur des zweiten Zweigs. Damit liegt ein mittelalterlicher handschriftlicher Beleg für die Namensform vor. Das Manuskriptzeugnis datiert die erhaltene Niederschrift, nicht zwingend die Entstehung der Erzählung oder den allerersten Gebrauch des Namens.
Branwen verbindet im Walisischen bran, „Rabe“, mit dem Namenselement gwen, „hell“, „weiß“ oder „gesegnet“. Diese sprachliche Erklärung passt zur Figur, deren Name in der Überlieferung nicht als moderne Neubildung erscheint. Branwen ferch Llŷr gehört als mythische Gestalt zum Mabinogi und ist der älteste klar zuordenbare Namensträger bislang. Spätere Namensverwendungen greifen auf diese Literatur zurück, sind aber von der mittelwalisischen Figur zu unterscheiden. Einen eigenständigen verlässlich belegten Namenstag für Branwen führen die bekannten katholischen Verzeichnisse nicht.
Kein Namenstag bekannt.