Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Conall gehört zur alten irischen Namenschicht. Patrick Woulfe setzt die Form mit dem keltisch rekonstruierten *Kuno-valo-s in Verbindung und erklärt sie als „hochrangig“ oder „hochmächtig“. Die Rekonstruktion ist eine sprachwissenschaftliche Hypothese, keine erhaltene Originalschreibung. In lateinischen Zusammenhängen erscheint der Name als Conallus. Damit sind keltische Grundform, irische Schreibform und lateinische Gelehrtenform getrennt zu betrachten.
Der früheste bislang greifbare literarische Zusammenhang ist Goire Conaill Chernaig. Der Titel des irischen Textes verwendet Conaill, den Genitiv zu Conall. CELT beschreibt die überlieferte Erzählung als mittelalterlich und weist zugleich auf spätere Umarbeitungen hin, weshalb die Stofftradition nicht automatisch mit der erhaltenen Textfassung gleichgesetzt werden darf. Der Beleg dokumentiert die Namensform innerhalb einer literarischen Überlieferung, nicht den allerersten Gebrauch im gesprochenen Irischen. Ein sicher datierter älterer Personenname ist in den herangezogenen Quellen nicht ausgewiesen. Der historische König Conall mac Áedáin zeigt, dass die Form auch außerhalb dieser Erzählung in frühmittelalterlichen Namenszusammenhängen begegnet.
Kein Namenstag bekannt.