Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Eir ist altnordisch und bedeutet Schutz, Hilfe oder Gnade. In Gylfaginning Kapitel 35 nennt Snorri Sturluson Eir als Ásynja und als besonders kundige Ärztin. In Fjölsvinnsmál sitzt eine Eir unter den Mägden der Menglöð. In den Þulur erscheint der Name als Walküre. Andy Orchard, John Lindow und Rudolf Simek trennen diese Rollen oder halten die Göttinnenexistenz für unsicher. Der mythische Name ist ein Appellativ und eine literarische Figur. Er ist nicht automatisch ein Alltagsvorname.
Der früheste bekannte Textbeleg gilt der literarischen Form in der Prosa-Edda des dreizehnten Jahrhunderts, die ältere Stoffe verarbeitet. Skalden des zehnten Jahrhunderts nutzten Eir bereits in Frauenkenningar. Das ist dichterischer Gebrauch, kein Taufbeleg. Als Vornamen datiert Nordic Names die exakte Form in Norwegen auf 1917 und in Island ins frühe 20. Jahrhundert. Ein christlicher Namenstag fehlt. Die mythische Figur und der moderne Vorname bleiben getrennte Evidenzschichten.
Keine Rangdaten bekannt.
Kein Namenstag bekannt.