Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Fridolin ist eine altdeutsche Koseform zu Namen mit dem Glied fridu. Behind the Name verweist auf Förstemann 1900, Seite 529, und auf Köbler zu fridu. Die bekannteste historische Trägerin der Form ist nicht eine Königin, sondern der Missionsabt Fridolin von Säckingen. Die Catholic Encyclopedia datiert die erhaltene Vita auf Balther von Säckingen um den Beginn des 11. Jahrhunderts und druckt sie nach MGH Scriptores rerum Merovingicarum III. Das Heiligenlexikon setzt die Vita um 970 an und identifiziert Balther mit Bischof Balderich von Speyer.
Die Vita nennt den Heiligen Fridolin oder Fridold. Das ist ein hagiographischer Namensträger, dessen irische Herkunft die moderne Forschung bezweifelt. Als historisch haltbar bleibt ein Missionar mit germanischem Namen, der ein Kloster auf der Rheininsel Säckingen gründete. Das Heiligenlexikon nennt das Jahr 825 als ältestes Zeugnis der Verehrung. Der katholische und orthodoxe Gedenktag ist der 6. März. Eine Straßburger Lokalfeier am 7. März betrifft die Translation, nicht den Hauptnamenstag.