Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Gildas ist der lateinische Name eines britischen Mönchs des 6. Jahrhunderts, auf Bretonisch Gweltaz. Die Etymologie bleibt unsicher. Eine Deutung stellt den Namen zu keltisch *gweltā (Gras), eine andere zu einem Kompositum aus *kēlyos (Gefährte, Diener) und *dēwos (Gott). Die deutsche Lesart der Dienende greift nur eine dieser unsicheren Erklärungen auf. Der germanische Frauenname Gilda ist eine andere Überlieferung.
Der früheste bislang belastbare Nachweis ist der Autorname des lateinischen Werks De Excidio et Conquestu Britanniae. Die Abfassung gehört ins späte 5. Oder ins 6. Jahrhundert. Die älteste erhaltene Handschrift in Reims stammt aus dem 9. Jahrhundert. Beda zitiert den Text bereits im 8. Jahrhundert. Die Entstehungszeit und die Handschriftendatierung sind zu trennen. Der katholische Gedenktag ist der 29. Januar. Eine zweite Feier am 11. Mai gilt der Reliquientranslation, nicht dem Namenstag im engeren Sinn.