Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Gisela geht auf althochdeutsch gisal, gīsal Geisel, Bürge, Unterpfand zurück. Köbler setzt das Wort so an und nennt Personennamen. Das Heiligenlexikon übersetzt den Namen ebenso als die Geisel. Die Kurzdeutung „edle Geisel“ oder „Vornehme“ verdichtet die adelige Geiselpraxis, ersetzt aber nicht das Wort gisal.
Ein sicher identifizierter Namensträgerinnenbeleg bislang ist die karolingische Gisla, Schwester Karls des Großen. Einhard nennt sie in der Vita Karoli Magni als unica soror nomine Gisla. Sie wurde 757 geboren und starb 810 in Chelles. Das Dictionary of Medieval Names from European Sources verzeichnet um 823 die Form Gysla im Polyptychon des Irminon. Die neuhochdeutsche Form Gisela ist die spätere Standardisierung dieser Gisla-Gisila-Gruppe. Die selige Königin Gisela von Bayern, Gemahlin Stephans I. Von Ungarn, hat im katholischen Kalender den 7. Mai, im Bistum Passau als gebotenen Gedenktag. Nominis führt denselben Tag für Gisèle und Gisela.