Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Irmengard verbindet das althochdeutsche Element irmin oder ermen für „groß“ beziehungsweise „stark“ mit gard oder gart für Schutz, Einfriedung oder Besitz. Die mittelbyzantinische Prosopographie führt eine Frau namens Irmengard und nennt als erste Erwähnung das Jahr 869. Sie war eine Tochter Kaiser Ludwigs II. Und wurde im Zusammenhang mit fränkisch-byzantinischen Heiratsverhandlungen genannt. Damit liegt für die exakte Namensform ein datierter historischer Personenbeleg aus dem 9. Jahrhundert vor.
Die Quelle verzeichnet Irmingard und Ermengard als Varianten. Das erklärt die wechselnden Vokale und die Schreibungen mit -gard, ohne sie zu einer einzigen modernen Standardform zu machen. Die Deutsche Biographie dokumentiert außerdem Irmengard von Chiemsee, die um 831 geboren wurde und 866 starb. Ihre einzige erhaltene Urkunde nennt sie 857 als Vertreterin des Klosters Buchau. Der Namenstag am 16. Juli wird im katholischen Kalender gemeinsam mit Irmgard für die Äbtissin von Frauenchiemsee geführt. Irmengard ist somit sowohl frühmittelalterlich als auch in einer lebendigen Heiligentradition belegt.
Keine Rangdaten bekannt.