Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Ishtar ist die akkadische Form einer bedeutenden mesopotamischen Göttinnenbezeichnung. Das Oxford Classical Dictionary ordnet Ishtar und die sumerische Inanna derselben langen Überlieferungsgeschichte zu. In Südmesopotamien ist die Göttin laut dem Fachartikel seit dem späten 4. Jahrtausend vor Christus in der Keilschriftkultur belegt. Ihre Zuständigkeiten umfassen unter anderem Liebe, Krieg und den Planeten Venus. Die Kurzdeutung „Göttin der Liebe“ greift deshalb zu kurz.
Der früheste belastbare Namenszeuge ist eine epigraphische Überlieferung aus dem späten 4. Jahrtausend vor Christus. Eine einzelne Tafel oder ein einzelnes Jahr wird in der bekannten Zusammenfassung nicht genannt, daher bleibt die Zeitangabe bewusst weit. Das Metropolitan Museum of Art erklärt die Beziehung zwischen Inanna und Ishtar und ordnet die akkadische Form in die religiöse Vorstellungswelt Mesopotamiens ein. Der Befund betrifft zunächst eine Gottheitsbezeichnung. Moderne Namensträgerinnen sind davon zu unterscheiden:
Die Sängerin Ishtar ist unter diesem Künstlernamen bei Universal Music dokumentiert. Ishtar Yasin Gutiérrez und Ishtar Lakhani tragen Ishtar als Vornamen und sind als Filmemacherin beziehungsweise Menschenrechtsaktivistin belegt. Der katholische Kalender führt für Ishtar keinen Namenstag. Die antike religiöse Tradition und die moderne Namenspraxis bleiben damit klar getrennt.
Kein Namenstag bekannt.