Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Parsifal ist Richard Wagners Schreibweise für den Helden der Gralsdichtung. Die Figur erscheint zuvor als Perceval im altfranzösischen Roman, als Parzival im mittelhochdeutschen Epos Wolframs von Eschenbach und in walisischer Beziehung zur Gestalt Peredur. Die Namensgeschichte ist deshalb mit keltischer und französischer Literatur verbunden, auch wenn Parsifal selbst eine deutsch geprägte Form ist. Die oft wiederholte Erklärung „Der das Tal durchquert“ beruht auf mittelalterlicher Volksetymologie und ist keine gesicherte Übersetzung.
Wagner verwendete Parsifal als Titel seines Musikdramas, das 1882 in Bayreuth uraufgeführt wurde. Dieser Titel ist ein klar datierbarer Beleg der exakten Schreibweise und machte sie im deutschen Kulturraum dauerhaft bekannt. Als persönlicher Vorname blieb Parsifal selten. In der Namensgeschichte sollte die Wagner Form daher von der älteren Romanfigur und von der modernen Vornamennutzung getrennt werden. Die Figur selbst ist als legendärer Namensträger in der europäischen Literatur überliefert.
Kein Namenstag bekannt.