Vorname für männlich mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Adonis geht als griechische Form Ἄδωνις in die antike Literatur ein. Das LSJ zitiert den Namen in Sapphos Fragment 63 und außerdem bei Pherekrates und Theokrit. Der Dictionnaire des Antiquités Grecques et Romaines beschreibt Adonis als griechisch überlieferte Gestalt des phönizisch-syrischen Tammuz und betont die Verbindung mit der östlichen Anrufung Adonai, „mein Herr“. Damit ist die griechische Schreibweise eine literarische und mythologische Überlieferung, nicht der Eintrag eines historischen Geburtsregisters.
Der früheste in den geprüften Quellen genannte literarische Nachweis reicht laut DAGR bis zu Hesiod im 8. Jahrhundert vor Christus. Der Artikel sagt zugleich, Adonis sei Homer unbekannt, und nennt danach Alkaios und Sappho. Das LSJ bewahrt einen direkt zitierten Beleg bei Sappho und führt weitere klassische Stellen an. Spätere griechische Texte erweitern die Bedeutung von der mythischen Figur zum Bild eines Lieblings oder schönen Jünglings. In der Moderne trägt der syrische Dichter Ali Ahmad Said Esber das Pseudonym Adonis, arabisch أدونيس. Das Heiligenlexikon führt den mythologischen Namen ohne christlichen Heiligengedenktag.
Quelle des Erstbelegs
| Datenraum | Jahr | Geschlecht | Rang | Bester Rang (Jahr) | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 2024 | Männlich | 337 | 1 (2024, Nordrhein-Westfalen) | Faminino Popularitätsindex |
Keine belegbaren Namenstage gefunden. Die geprüften Kalender enthalten keinen passenden Eintrag.