Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Carolus ist die lateinische Schreibform der Karl-Namensfamilie. Das mittelalterliche Latein übernahm damit eine germanische Namensgrundlage, die in den Quellen mit „Mann“ oder „Ehemann“ verbunden wird. Carolus darf deshalb nicht als eigenständige griechische Bildung gelesen werden. In griechischen Texten erscheint daneben die Form Karulos, eine lautliche Anpassung an das griechische Schriftsystem. Die lateinische Form blieb besonders in Urkunden, Chroniken und gelehrten Texten verwendbar.
Der früheste in der bekannten prosopografischen Quelle greifbare Beleg lautet Carolus und ist auf 768 datiert. Die Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit führt damit den fränkischen König Karl, den späteren Kaiser, in griechischer Überlieferung. Es handelt sich um einen historischen Namensträger und einen Textbeleg, nicht um eine erhaltene Inschrift mit unbekanntem Träger. Die Form blieb als Gelehrtenschreibweise produktiv. Carl Linnaeus wurde in lateinischen wissenschaftlichen Zusammenhängen als Carolus Linnaeus bezeichnet. Karl, Carolus, Karolus und Charles sind verwandte historische Sprachformen, aber keine identische Schreibweise.
Kein Namenstag bekannt.