Vorname für männlich mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Im digitalen Lorsch-Archiv erscheint Adalwin nicht nur als moderne Namensliste, sondern als Person des 8. Jahrhunderts. Der Eintrag nennt Adalwin, auch Adelwin und Edelwin, in einer Urkunde vom 1. Juni 774 aus Bellersheim. Weitere Nennungen folgen im Archiv für das späte 8. und frühe 9. Jahrhundert. Der konkrete Nominativ Adalwin ist damit im Umfeld des Klosters Lorsch zeitlich fassbar. Die unterschiedlichen Schreibungen erinnern daran, dass mittelalterliche Urkunden Namen je nach Schreiber und Sprache variieren.
Die Bedeutungsbestandteile erklärt das DMNES mit althochdeutschem adal für „edel“ und wini für „Freund“. Daraus ergibt sich „der edle Freund“, eine sachliche Deutung ohne spätere Ausschmückung. Die historische Person Adalwin von Salzburg, im 9. Jahrhundert Erzbischof, machte die Form zusätzlich in kirchlichen Quellen sichtbar. Der Lorsch-Beleg betrifft einen weltlichen Namensträger und liegt deutlich vor dieser Salzburger Biografie. Für Adalwin ist deshalb sowohl ein früher Urkundenbeleg als auch eine eigenständige mittelalterliche Namenstradition dokumentiert.
Quelle des Erstbelegs
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