Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Chrysanthe ist die lateinische Umschrift der griechischen weiblichen Form Χρυσάνθη (Chrysánthē). Onomatologio zerlegt sie in χρυσός (chrysós, „Gold“) und ἄνθος (ánthos, „Blüte“ oder „Blume“). Der älteste konkrete Datensatz für die exakte Namensform liegt jedoch nicht in einem klassischen griechischen Literaturtext. Die Database of Medieval Nubian Texts verzeichnet im Identitätsmarker IMRef 1282 die Schreibform ⲭⲣⲓⲥⲁⲛⲧⲏ aus Ginari, Grab 372. Der Katalog datiert den griechischen Namenseintrag auf 600-899 und übersetzt ihn mit Chrysanthe, Chrisanti oder Chrisantē. Er beschreibt eine einzelne christliche Frau in Nubien.
Damit ist eine mittelalterliche Namensverwendung in einem konkreten Grabkontext dokumentiert. Die koptische Schrift des Eintrags darf nicht mit der modernen lateinischen Schreibweise gleichgesetzt werden, die Übersetzung macht die Form aber überprüfbar. Das griechische Namenslexikon führt Χρυσάνθη als weibliche Form und nennt den 19. März. Die französische Nominis-Seite verwendet daneben Chrysante für ein Heiligenpaar und nennt lokal den 25. Oktober. Diese Kalenderformen gehören zur Überlieferung, ersetzen aber nicht den Nubien-Beleg. Chrysanthi und Chrysanthea sind moderne Umschriften, nicht automatisch dieselbe Schreibweise.
Keine Rangdaten bekannt.
Keine bekannten Namensträgerinnen und Namensträger.