Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Dietfried gehört zur altdeutschen Namensfamilie mit Erstglied diot, Volk, und Zweitglied fridu, Friede. Die rekonstruierte germanische Vollform ist Theudofrid. Förstemann sammelt merowingische und karolingische Schreibungen wie Theudofrid, Theofrid und Diotfrid. Das sind Vorformen, nicht schon die neuhochdeutsche Buchstabenfolge Dietfried.
Der früheste bislang erhaltene Originalbeleg der alemannischen Vorform steht in einer St. Galler Pergamenturkunde. Am 22. Dezember 763 oder 764 schenkt Diotfrid dem Kloster St. Gallen einen Hörigen mit Hufe in Stammheim und tritt selbst in den Klosterdienst. Das Original liegt im Stiftsarchiv St. Gallen. Die Signatur des Tradenten lautet Diotfrido, im Text erscheinen Diotfridus und Teotfridus. Die neuhochdeutsche Form Dietfried ist die spätere Standardisierung dieser Reihe. Bischöfe namens Theofrid von Toul oder Theudefred von Amiens im 7. Jahrhundert tragen verwandte lateinische Formen, nicht Dietfried. Ein Heiliger genau dieses neuhochdeutschen Namens fehlt in den bekannten Kalendern.
Keine Rangdaten bekannt.
Kein Namenstag bekannt.