Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Ebbe ist eine Kurzform, kein Vollname mit zwei Stämmen. Isof nennt zwei Stränge. Zum einen eine nordische Smekform zu Esbjörn oder fornsvensk Ærnbiorn. Zum anderen eine deutsche Koseform zu Namen auf Eber-, vor allem Eberhard. Der friesische und niederdeutsche Gebrauch gehört in diesen zweiten Strang. Köbler bucht althochdeutsch ebur als Eber. Die Koseform Ebbe kürzt diesen Stamm, ist aber nicht dasselbe Wort wie das deutsche Appellativ Ebbe für die Gezeiten.
Isof setzt den frühesten schwedischen Beleg in den Anfang des 14. Jahrhunderts. Das Dictionary of Medieval Names from European Sources nennt später eine altschwedische Urkundenform Ebbe. Das ist die exakte Schreibung in skandinavischen Quellen, nicht automatisch ein friesischer Erstbeleg. Ein älteres lateinisches Ebo oder Ebbo bleibt eine verwandte Kurzform und darf nicht mit Ebbe gleichgesetzt werden. Ein neuzeitlicher Träger ist der dänische Fußballtrainer Ebbe Skovdahl. Im schwedischen Almanach teilt Ebbe den 6. März mit Ebba.