Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die lateinisierte Schreibweise Elfrida gehört zur neuzeitlichen Wiederaufnahme des altenglischen Frauennamens Ælfþryð. Die Glieder ælf für Elf und þryþ für Kraft sind im Altenglischen getrennt bezeugt. Zusammen tragen sie die Deutung Elfenkraft. Die Vorform ist nicht identisch mit der modernen Buchstabenfolge.
Königin Ælfthryth, Gemahlin König Edgars, unterzeichnete 966 die New-Minster-Urkunde S 745 als Ælfðryð, legitima prefati regis coniuncx. Das Prunkmanuskript liegt in London, British Library, Cotton Vespasian A. VIII. Dieser Beleg trägt die altenglische Form, nicht Elfrida. Elfreda und Elfrida erscheinen in der Onomastik als spätere Umschriften.
Im Norden ist die exakte Form Elfrida urkundlich greifbar. Gulbrand Alhaug nennt für Norwegen den Gebrauch 1810 in Aker, Akershus. Schweden folgt mit 1820. Das ist der früheste bekannte Nachweis der Schreibweise Elfrida. Elfrida Andrée trug die Form als Vornamen. Die Königin des zehnten Jahrhunderts bleibt eine Vorform.