Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Endres ist in der deutschen Namenkunde die oberdeutsche Volkssprache zu Andreas, nicht ein eigener Stamm. Die griechische Ausgangsform Ἀνδρέας bedeutet den Mannhaften. Im hochdeutschen Süden, besonders in Schwaben und Franken, trat die Lautung Endres als Rufname neben Andreas. József Vekerdi betont, dass dieser deutsche Endres im 11. Und 12. Jahrhundert noch nicht greifbar ist. Er kann deshalb nicht die ungarische Form Endre erklärt haben.
Ein belastbarer Träger der exakten Form ist der Nürnberger Stadtbaumeister Endres Tucher. Sein Baumeisterbuch der Reichsstadt Nürnberg entstand in den 1460er Jahren und wurde bis in die 1470er Jahre nachgetragen. Der Titel der neuzeitlichen Ausgabe führt den Vornamen Endres, nicht Andreas. Die Familie Tucher selbst kannte daneben die lateinische und die Andreas-Form. Aus dem Rufnamen Endres wurde später ein häufiger Familienname. Der Vorname blieb eine regionale Variante des Apostelnamens, keine unabhängige Neubildung.