Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Enea ist die italienische Volkssprache zu dem trojanischen Helden, den das Griechische Αἰνείας und das Lateinische Aeneas nennt. Die Etymologie bleibt unsicher. Wörterbücher stellen den Namen oft zu αἶνος, Lob, behandeln das aber als Deutung. Die homerische Ilias und Vergils Aeneis tragen den Stoff. Sie bezeugen jedoch die griechische bzw. Lateinische Form, nicht automatisch das italienische Enea.
Im volgare des frühen 14. Jahrhunderts steht die Form bei Dante. Im zweiten Gesang des Inferno sagt der Erzähler, er sei nicht Enëa und nicht Paulus. Das ist eine literarische Selbstunterscheidung, kein Personenregister. Die diakritische Schreibung Enëa markiert die dreisilbige Aussprache. Enea Silvio Piccolomini, später Papst Pius II., trug im 15. Jahrhundert denselben italienischen Rufnamen. Die neuzeitliche Vergilrezeption hat Enea in Italien als Vorname wieder sichtbar gemacht, ohne die danteske Stelle zu ersetzen.
Kein Namenstag bekannt.