Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Fenja ist in der nordischen Überlieferung der Name einer Riesin, die zusammen mit Menja in dem eddischen Gedicht Grottasöngr die Mühle Grótti dreht. Rudolf Simek erklärt den altnordischen Namen vor allem als Sumpfbewohnerin oder Heidebewohnerin. Weniger wahrscheinliche Deutungen sind Spreuentfernerin und fleißige Arbeiterin. Daneben führt die Namenskunde Fenja auch als friesische Variante von Fenna und als lateinische Umschrift der russischen Koseform Феня (Fenja) an. Diese Wege dürfen nicht zu einer einzigen Etymologie vermischt werden.
Der früheste bekannte Textbeleg ist literarisch. Grottasöngr ist nicht im Codex Regius der Lieder-Edda überliefert, sondern in jüngeren Handschriftenzusammenhängen der Snorra-Edda. Die erhaltene Überlieferung gehört ins 14. Jahrhundert. Die Form Fenja ist dort eine mythologische Figur, keine urkundlich belegte Täuflingsform. Der heutige Vorname Fenja knüpft an diese literarische Gestalt an. In Deutschland steht er außerdem neben friesischen Friedensnamen wie Fenna.
Kein Namenstag bekannt.