Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Finja ist in Deutschland ein Mädchenname der jüngeren Vornamenmode. Nordic Names und die deutschsprachige Wikipedia führen drei Herleitungen. Erstens die lateinische Schreibung von russisch Финя, einer Koseform zu Rufina. Zweitens eine Variante von Fenja. Drittens eine jüngere Form zu Finna beziehungsweise der urnordischen Frauenform Finnō, der weiblichen Entsprechung zu altnordisch Finnr „Same, Finne“, ursprünglich „Wanderer“. Eine Ableitung vom irischen Finn gilt dort als etymologisch unzutreffend.
Der früheste bislang datierte Registerbeleg der exakten Form Finja liegt in Finnland um 1990. In Deutschland wird der Name seit den 1990er Jahren regelmäßig vergeben. Wilfried Seibicke verzeichnet ihn im Historischen Deutschen Vornamenbuch. Finja ist damit eine moderne deutsche Namensform mit nordischem und slawischem Deutungsfeld, keine altirische Inschrift und kein Heiligentitel. Finnja, Finya und Finnya sind spätere Schreibvarianten, nicht die Erstform.