Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Gaspard ist die französische Form des Magiernamens, der in lateinischen und italienischen Texten als Gaspar erscheint. Die Encyclopaedia Iranica belegt ganzabara als achämenidischen Titel eines Schatzmeisters, nicht als persönlichen Vornamen. Die hebräische Bibel kennt gizbar als Lehnwort derselben Amtsbezeichnung. Die Evangelien nennen die Magier nicht mit Namen. Ein Mosaik in Sant'Apollinare Nuovo in Ravenna überliefert im 6. Jahrhundert die Form Gaspar als eine der späteren Magierbezeichnungen.
Die Schreibung Gaspard ist davon zu trennen. Sie gehört der französischen Lautung an und ist nicht die Originalform der ravennatischen Inschrift. Der früheste bislang sicher identifizierte Träger der exakten Form ist Admiral Gaspard II. De Coligny, geboren 1519 in Châtillon-sur-Loing. Der Mathematiker Gaspard Monge, geboren 1746 in Beaune, bestätigt dieselbe Schreibung in der Neuzeit. Der Evangelische Namenkalender gedenkt Colignys am 23. August. Ein Magiergedenktag am 6. Januar gilt der Gruppe der Heiligen Drei Könige und nicht automatisch der neufranzösischen Form Gaspard.