Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Gawain ist die englische Namensform eines Artusritters. Die walisische Vorform lautet Gwalchmei. William Sayers führt Gwalchmei auf altbritannisch *uolco-ma(g)ios, großer Falke, zurück und lehnt Deutungen als Falke der Ebene oder des Mai ab. Eine zweite romanische Spur läuft über lateinisch Gualguanus und Walwen zu französisch Gauvain und englisch Gawain. Beide Spuren dürfen nicht zu einer einzigen Ursprungsform zusammengelesen werden. Gawain ist eine literarische Schöpfung der Artustradition, kein epigraphisch greifbarer Alltagsname der Frühzeit.
Die Encyclopædia Britannica nennt als frühe Erwähnung eine Stelle bei William of Malmesbury. Dort erscheint Walwen als Neffe Arthurs, nicht die englische Schreibung Gawain. Geoffrey of Monmouth schreibt Gualguainus und ähnliche lateinische Formen. Die mittelenglische Dichtung Sir Gawain and the Green Knight verwendet die englische Form Gawain. Als neuzeitlicher Taufname ist die exakte Form bislang dünn bezeugt. Der britische Kolonialbeamte Gawain Westray Bell trägt sie als Vornamen.
Kein Namenstag bekannt.