Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Gebhard gehört zur althochdeutschen Namensfamilie aus geba, Gabe, und hart, stark oder fest. Das Dictionary of Medieval Names from European Sources führt ihn auf urgermanisch *giftiz, eine Ableitung von *gebaną geben, plus altsächsisch hard und althochdeutsch hart zurück. Der früheste in dieser Quelle datierte Textbeleg steht 847 als lateinisches Gebehardo in einer Hamburger Urkunde. Das ist eine lateinische Flexionsform und noch nicht die neuhochdeutsche Schreibung Gebhard. Für 877 folgt Geberhardus. Im steirischen Urkundenbuch erscheinen im 11. Jahrhundert Gebahardo, Gebehardus und Gebhart.
Der Bischof Gebhard von Konstanz, geboren 949 in Bregenz und gestorben am 27. August 995, trägt in der deutschen hagiographischen Überlieferung genau diese Form. Das Ökumenische Heiligenlexikon erklärt den Namen als den starken Geber und setzt den katholischen Gedenktag auf den 27. August. Die lateinischen Urkundenformen, der Heilige des 10. Jahrhunderts und die heutige Schreibung Gebhard gehören derselben Namensfamilie an. Sie sind jedoch nicht dieselbe Graphie.