Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Gisele ist die unakzentuierte Schreibung der französischen Form Gisèle. Die französische Wikipedia führt Gisèle auf germanisch Gisila zurück, mit dem Radikal gīsal, gisl otage. Nominis setzt die Etymologie abweichend als gisil flèche an. Die akademische Deutung Pfand, Geisel folgt Köbler und DMNES zu ahd. Gisal und ist von der Nominis-Lesart Pfeil zu trennen.
Die unakzentuierte Form Gisele ist in Brasilien und im englischen Schriftgebrauch üblich, während Gisèle die französische Standardgraphie bleibt. Die Vorform steht bereits im 8. Und 9. Jahrhundert als Gisla und Gysla. Einhard nennt Karls Schwester Gisla. DMNES belegt um 823 Gysla im Polyptychon des Irminon. Die französische Form Gisèle ist die romanische Fortsetzung dieser Gruppe, nicht ein eigener neuzeitlicher Kunstname. Nominis feiert Gisèle am 7. Mai lokal als Bienheureuse Gisèle, die Gemahlin Stephans von Ungarn. Die Schreibweise Gisele teilt diesen Kalendertag als graphische Variante von Gisèle.