Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Gizella ist die ungarische Form des althochdeutschen Frauennamens Gisela. Der Stamm ist althochdeutsch gisal, auch gīsal. Köblers Wörterbuch übersetzt Geisel, Bürge, Unterpfand. Belege stehen in Glossen seit dem Anfang des 9. Jahrhunderts und in Personennamen. Die wissenschaftliche Form der althochdeutschen Grundlage ist gisal bzw. Gīsal. Die ungarische Schreibung Gizella ist eine spätere Orthografie, keine althochdeutsche Handschrift.
Ein bislang sicher identifizierter historischer Trägerinnenbeleg der ungarischen Namensgestalt ist die bayerische Herzogstochter, die Stephan I. Von Ungarn heiratete. Zeitgenössische lateinische Quellen nennen sie Gisela. Die ungarische Form Gizella ist die in Ungarn übliche Wiedergabe derselben Person. Sie starb nach der Überlieferung am 7. Mai 1065 in Passau. Das Ökumenische Heiligenlexikon und die Mindszenty-Stiftung setzen den Gedenktag auf den 7. Mai.
Althochdeutsche Sprachform, lateinische Urkundenform Gisela und ungarische Schreibung Gizella bleiben zu trennen. Behind the Name führt Gizella ausdrücklich als ungarische Form und nennt denselben ungarischen Namenstag. Ein älterer epigrafischer Beleg genau Gizella lag bislang nicht vor.