Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Gottfried ist die neuhochdeutsche Form eines westgermanischen zweigliedrigen Namens. Die Glieder sind althochdeutsch got (Gott) und fridu (Friede oder Schutz). Das Dictionary of Medieval Names from European Sources und Behind the Name setzen dieselbe Etymologie an. Förstemann verzeichnet die älteren Formen unter God(e)frid. Lateinisch lautet der Name Godefridus, altfranzösisch Godefroy, niederländisch Godfried.
Ein sicher identifizierter historischer Träger der Namensfamilie ist Gotfrid, Herzog der Alemannen, gestorben 709. Das ist eine frühe deutsche Kurzform, nicht die neuhochdeutsche Schreibung Gottfried. DMNES bucht 780 die lateinische Form Godofredus in einer französischen Urkunde. Die neuhochdeutsche Graphie Gottfried mit verdoppeltem t und ie setzt die spätere deutsche Laut- und Schreibgeschichte voraus. Im Hochmittelalter verdrängte der Name andere Bildungen mit God-. Bekannte Träger der deutschen Form sind Gottfried von Straßburg im frühen 13. Jahrhundert und Gottfried Wilhelm Leibniz im 17. Jahrhundert.