Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Gwendolen ist bislang eine literarische lateinische Form, kein mittelalterlicher walisischer Taufname. Geoffrey of Monmouth verwendet Guendoloena um 1138 in der Historia Regum Britanniae für eine sagenhafte britannische Königin und um 1150 in der Vita Merlini für Merlins Frau. Das Metrum zeigt eine fünfsilbige lateinische Aussprache Guendoloena. Arthur Hutson, referiert von Jodi McMaster, hält Guendoloena für eine Verlesung des altwalisischen Männernamens Guendoleu, bei der ein Schluss-U als N gelesen und die Form feminisiert wurde. Die Deutung weißer Ring aus gwen plus dolen bleibt eine spätere walisische Lesart, keine geoffreyische Glosse.
McMaster findet die Form bei realen Trägerinnen erst im 19. Jahrhundert. Gwendoline ist in England in den 1860ern greifbar. Gwendolen erscheint 1874 bis 1876 in George Eliots Daniel Deronda. Ein von späteren Kalendern behaupteter walisischer Heiligentag der Form Gwendolen bleibt ohne zeitgenössischen Beleg. Als literarische Trägerin der englischen Schreibung Gwendolen ist Gwendolen Fairfax in Oscar Wildes The Importance of Being Earnest von 1895 fest identifiziert. Die neuzeitliche Taufform ist damit eine Wiederbelebung der lateinischen Literaturnamens, nicht die altwalisische Männerform Guendoleu.
Kein Namenstag bekannt.