Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Henrike ist eine weibliche deutschsprachige Form aus der Familie von Heinrich und Henrik. Die Bestandteile heim für Haus oder Heimat und rīc für Herrschaft erklären die traditionelle Bedeutung „Herrscherin des Heims“. Anders als die französische Henriette bewahrt Henrike die nordwestdeutsche und niederdeutsche Lautung. Historische Schreibungen schwanken, weil mittelalterliche Schreiber zwischen lateinischen, niederdeutschen und hochdeutschen Formen wechselten.
Das Dictionary of Medieval Names from European Sources führt Heinrike und die Form Henrike in einem niederländisch geprägten Beleg aus dem Jahr 1336. Der Beleg steht im grammatischen Zusammenhang einer mittelalterlichen Urkunde. Er ist deshalb ein Nachweis der Schreibform, aber kein Beleg dafür, dass alle heutigen regionalen Aussprachen damals identisch waren. Im deutschen Sprachraum wurde Henrike besonders durch die Neuzeit und durch Kurzformen wie Heike weitergetragen. Katholische Kalender führen Henrike am 21. Februar sowie als Variante im Umfeld des 6. Dezember. Die Mediävistin Henrike Lähnemann ist eine bekannte heutige Namensträgerin.