Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Kundry ist ein literarischer Frauenname aus der Gralsüberlieferung. Wolfram von Eschenbach gestaltet in seinem mittelhochdeutschen Parzival die Botin Cundrie, deren Name in den Textzeugen auch als Kondrie erscheint. Diese ältere Form gehört zur mittelalterlichen Sagengeschichte, ist aber nicht mit der modernen Schreibweise Kundry gleichzusetzen. Die Figur verbindet Wissen, Fremdheit und eine scharfe Anklage gegen den Helden Parzival.
Die exakte Form Kundry ist im Libretto von Richard Wagners Parsifal belegt. Die Oper wurde am 26. Juli 1882 im Bayreuther Festspielhaus uraufgeführt, und das gedruckte Libretto führt Kundry als eigene Figur. Wagner übernahm also eine mittelalterliche Gestalt, veränderte ihre Namensschreibung und gab ihr eine neue dramatische Biografie. Seitdem ist Kundry vor allem mit dieser Oper verbunden. Als Vorname bleibt die Form selten und literarisch geprägt. Einen kirchlichen Namenstag gibt es für Kundry nicht.
Keine Rangdaten bekannt.
Kein Namenstag bekannt.