Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Nanna ist als Figur der nordischen Mythologie in der mittelalterlichen altnordischen Edda-Überlieferung greifbar. In Snorri Sturlusons Gylfaginning wird Nanna als Gattin Balders und Mutter Forsetis genannt. Nach Balders Tod stirbt sie aus Trauer und wird gemeinsam mit ihm auf dem Scheiterhaufen bestattet. Die Erzählung verankert die Form Nanna in einer konkreten mythologischen Genealogie, nicht nur in einer modernen Namensliste. Die Prosaüberlieferung stammt aus dem 13. Jahrhundert, bewahrt aber älteres Erzählgut.
Der früheste hier sicher einzuordnende Nachweis ist deshalb ein literarischer Textbeleg in der erhaltenen mittelalterlichen Edda-Tradition. Er datiert nicht den Beginn der mündlichen Überlieferung und beweist auch keine kontinuierliche private Namensvergabe seit der Wikingerzeit. Die poetische Edda-Tradition führt Nanna ebenfalls im Umfeld der Baldersage. Die Schreibweise Nanna ist dabei die altnordische Form in lateinischer Transkription.