Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Bolivar begegnet im spanischen Namensgebrauch, doch die belastbaren historischen Quellen führen zunächst nicht zu einem Vornamen. Euskaltzaindia beschreibt Bolibar als baskischen Ortsnamen aus bolu, „Mühle“, und ibar, „Tal“ oder „Flussaue“. Die Dokumentation nennt die Schreibvarianten Bolibar, Bolivar, Volibar und Volivar. Damit erklärt sich die Form als Orts- oder Familienname, nicht als sicher belegte spanische Vornamensschöpfung.
Die berühmteste historische Verbindung ist Simón Bolívar. Sein vollständiger Name enthält Bolívar als Familiennamen, während Simón sein erster Vorname ist. Der kolumbianische Kulturinstitutionseintrag belegt diese Unterscheidung ausdrücklich. Das Akzentzeichen in Bolívar gehört zur spanischen Schreibweise; Bolivar ohne Akzent ist eine vereinfachte Form. Als eigenständige Vornamensträger sind dagegen Simon Bolivar Buckner Jr. (1886-1945), der Philosoph Bolívar Echeverría (1941-2010) und der puerto-ricanische Politiker Bolívar Pagán (1897-1961) belegt. Diese späteren Personen belegen den Gebrauch, aber keinen frühen Ursprung. Für Bolivar als eigenständigen Vornamen wurde in den bekannten historischen, baskischen und religiösen Quellen kein zuverlässiger Erstbeleg gefunden. Die Ortsnamengeschichte darf deshalb nicht als persönliche Namensgeschichte ausgegeben werden.
Keine Rangdaten bekannt.
Kein Namenstag bekannt.