Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Cecilia ist die lateinische weibliche Form zu Caecilius, dem Gentilnamen der römischen gens Caecilia. Ein deutlich früherer sprachlicher Vorläufer steht in der Grabinschrift IRT 674 aus Lepcis Magna. Die Inschrift wird anhand ihrer Buchstaben in das dritte Jahrhundert n. Chr. Datiert und nennt Caecilia Namgyddi. Das ist die lateinische Namensform der Familie, nicht die spätere mittelalterliche Schreibweise Cecilia. Für die exakte Form Cecilia führt das Dictionary of Medieval Names from European Sources in England einen Beleg aus dem Zeitraum 1185 bis 1186 und weitere Einträge ab 1189. Damit ist Cecilia im bekannten Material als mittelalterliche Form sicher greifbar, während die lateinische Grundlage bereits in einer römischen Inschrift erscheint.
Die Herleitung von caecus, „blind“, wird im historischen Namenswörterbuch als möglich, aber nicht sicher bezeichnet. Die kirchliche Verbreitung wurde durch die heilige Cecilia von Rom und ihre Verehrung als Patronin der Musik geprägt. Der Vatikan nennt den 22. November als Gedenktag. Cecilia Bartoli zeigt als moderne Namensträgerin, dass die Form im italienischen Kulturraum lebendig geblieben ist.