Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Claudio ist die italienische Form des lateinischen Claudius. Der römische Name wird mit claudus verbunden, dem lateinischen Wort für „lahm“ oder „hinkend“. Claudio ist deshalb keine unabhängige italienische Wortbildung, sondern eine lautliche und orthografische Weiterentwicklung der lateinischen Ausgangsform. Die Schreibweise folgt der italienischen Aussprache und gehört zur internationalen Claudius-Familie.
Im bekannten namenkundlichen Bestand findet sich für Italien ein exakter Beleg der Form Claudio aus dem Zeitraum 1513 bis 1521. DMNES führt den Nachweis im Artikel zur Namensfamilie Claude. Der Zeitbereich bezeichnet die Datierung des überlieferten Belegs, nicht ein einzelnes Erstjahr. Im französischen Kalender führt Nominis Claudio auf Claude zurück und nennt den 15. Februar für Claude La Colombière sowie den 6. Juni für den heiligen Claude. Diese beiden Daten werden als vermittelte Namenstage der italienischen Form dokumentiert. Der Dirigent Claudio Abbado und der Fußballtrainer Claudio Ranieri sind bekannte Namensträger. Die Form blieb besonders in Italien und in italienisch geprägten Regionen lebendig.