Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Cunigunde ist eine lateinisch überlieferte Form eines altdeutschen Namens. Das Dictionary of Medieval Names erklärt die Bestandteile aus gotisch kuni „Sippe, Familie“ und althochdeutsch gund „Kampf“. Die älteste in dieser Namenssammlung angeführte deutsche Form lautet 1003 Conigunda. 1010 erscheint bereits Cunigunde, daneben stehen lateinische Schreibungen wie Cunegundis und spätere deutsche Formen wie Kungund.
Die Schreibvarianten spiegeln nicht mehrere verschiedene Namen, sondern die mittelalterliche Anpassung an Schreibertraditionen. Besonders prägend wurde Cunigunde von Luxemburg, die um 978 geboren wurde und 1039 starb. Ihre Vita wurde nach Oxford-Forschung wahrscheinlich erst in den 1190er Jahren in Bamberg verfasst. Der Kult und die Kanonisation im Jahr 1200 machten die Form im deutschen und lateinischen Raum sichtbar, sie waren aber nicht der Ursprung des Namens. Die historische Schreibweise Cunigunde ist deshalb deutlich älter als ihre spätere Heiligenverehrung. Namenstage werden regional am 3. März und 13. Juli geführt.
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