Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Delila ist die deutsche Bibelorthografie der hebräischen Namensform דְּלִילָה, wissenschaftlich Dəlīlāh. Brown-Driver-Briggs und Strong stellen den Namen zur Wurzel דלל, dalal, „schlaff werden, darben“, und übersetzen oft „dahinsiechend“. Die Figur erscheint nur in Richter 16. Der früheste belastbare Textbeleg der hebräischen Form steht im masoretischen Konsonantentext von Richter 16,4. Die erhaltene Standardhandschrift ist der Codex Leningradensis von 1008. Der Stoff von Richter 16 liegt vor dieser mittelalterlichen Handschrift. Daraus folgt kein deutscher Taufname der Form Delila. Die Septuaginta schreibt Δαλιδά und ist eine griechische Wiedergabe, nicht die deutsche Form Delila.
Martin Luthers Bibel von 1545 setzt in Richter 16,4 die Schreibweise Delila. Damit ist die exakte deutsche Buchstabenfolge als frühneuzeitliche Bibelorthografie datierbar, als Übersetzung der hebräischen Vorform, nicht als eigener antiker Taufname. Die englische Form Delilah gehört zu einer anderen Orthografie und darf nicht stillschweigend gleichgesetzt werden. Einen christlichen Namenstag für Delila gibt es in den bekannten Kalendern nicht, weil die Gestalt der jüdischen Schrifttradition angehört.
Kein Namenstag bekannt.