Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Desideria ist die feminine Form zum spätlateinischen Männernamen Desiderius. Lewis and Short belegen dēsīderium als Verlangen oder Sehnsucht, gebildet zum Verb dēsīderāre. Das schwedische Institut für Sprache und Volksüberlieferungen erklärt Desideria entsprechend als Feminina zu Desiderius. Französisch Désirée ist eine andere, partizipiale Tochterform derselben lateinischen Familie, nicht dieselbe Namensgestalt.
Der früheste bekannte Taufbeleg der exakten Form steht in Westnorwegen. Torodd Kinn weist Desideria Larsdotter nach, 1746 in Alden, Askvoll, getauft. Das ist ein Pfarrregisterbeleg, kein römischer Inschriftenname. In Schweden setzt Isof die Form erst 1811 an, als Latinisierung des französischen Désirée der späteren Königin Desideria, geboren Désirée Clary. Sie selbst nutzte den Königinnennamen kaum. Der schwedische Namenskalender legt den 23. Mai auf Desideria nach dieser Gemahlin, nicht nach einer eigenständigen Heiligen Desideria. Ein antiker epigrafischer Frauenname Desideria wurde in den konsultierten lateinischen Onomastika nicht als Erstbeleg gesichert.