Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Despoina ist die wissenschaftliche Umschrift von altgriechisch Δέσποινα (Déspoina), Herrin. Beekes stellt das Wort zu uridg. *déms pótnih₂, Herrin des Hauses. Als Appellativ kann jede Göttin so angeredet werden. Im Kult ist der Name in Arkadien fest auf eine chthonische Mysterienherrin beschränkt. Madeleine Jost beschreibt im Oxford Classical Dictionary das Heiligtum von Lykosura mit Demeter, dem Ziehvater Anytos und Artemis. Der eigentliche Name blieb den Nichtinitiierten geheim.
Der früheste bekannte Textbeleg ist literarisch-kultisch. Pausanias schreibt im 2. Jahrhundert, die Arkadier verehrten diese Herrin mehr als jeden anderen Gott und erklärten sie zur Tochter von Poseidon und Demeter. Herrin sei der Beiname beim Volk, so wie Kore der Beiname der Zeus-Tochter sei. Den wahren Namen wage er den Uneingeweihten nicht zu schreiben. Das ist ein Bericht über einen Mysterienkult, keine Taufurkunde. Die Kultgruppe des Damophon von Messene im Tempel bestätigt den Kult archäologisch. Die neugriechische Vornamensform Despina ist eine spätere bürgerliche Verwendung desselben Wortes, nicht der arkadische Geheimname. Ein christlicher Namenstag entfällt.
Kein Namenstag bekannt.