Männlicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Didier ist die französische Volkssprache zu lateinisch Desiderius. Das Lateinische bildet den Namen zu desiderium, Verlangen oder Sehnsucht. Die lateinische Form ist ein frühchristlicher Wunschname für ein ersehntes Kind, nicht eine vorchristliche gallische Bildung.
Der früheste bislang identifizierte Namensträger mit der französischen Heiligenform Didier ist der Bischof von Langres. Nominis und das Ökumenische Heiligenlexikon führen ihn unter Didier bzw. Dizier, lateinisch Desiderius. Er erscheint in der Bischofsliste von Langres und im römischen Martyrologium. Die Datierung seines Todes um 407 ist legendär überformt. Eine Synodalnotiz zu einem Desiderius von Langres im 4. Jahrhundert bleibt von der späteren Vandalenlegende zu trennen. Die erhaltenen lateinischen Lebensbeschreibungen sind jünger als die angenommene Lebenszeit.
Die exakte französische Schreibweise Didier ist die mittelalterliche und neufranzösische Lautform, nicht die Originalform der spätantiken Urkunden. Weitere Heilige gleichen lateinischen Namens, darunter Didier de Vienne und Didier de Cahors, tragen in den französischen Kalendern dieselbe Volkssprache. Die Bedeutung der Ersehnte gilt für Desiderius und wird auf Didier übertragen.