Weiblicher Vorname mit Bedeutung, Herkunft, Aussprache und mehr.
Die Lautschrift ist eine Annäherung und kann bei seltenen Namen abweichen. Bei Namen aus anderen Sprachen kann sie von der ursprünglichen Aussprache abweichen.
Dietlind ist die kürzere neuhochdeutsche Frauenform zu germanisch Theudelind. Das Erstglied ist theod bzw. Diot, Volk. Das Zweitglied lind meint weich, biegsam oder den Lindenholzschild. Die oft wiederholte Deutung als Schlange ist eine ältere, unsichere Namensdeutung und wird hier nicht als gesichert gesetzt.
Die berühmteste historische Trägerin derselben Namensbildung ist die Langobardenkönigin Theudelinde, Tochter Herzog Garibalds von Baiern, gestorben am 22. Januar 627. Paulus Diaconus überliefert sie unter der langobardisch-lateinischen Form, nicht als Dietlind. Die exakte Form Dietlind erscheint bislang als deutsche Standardisierung und als literarische Figur. In der mittelhochdeutschen Nibelungenklage heißt die Tochter Rüdigers von Bechelaren Dietlind. Das ist höfische Dichtung, kein Urkundenname der Königin. Behind the Name verweist für die germanische Vorform Theodelinda auf Förstemann 1900, Seite 1439. Dietlind und Theudelinde gehören also zur selben Bildung, sind aber verschiedene Sprachstufen. Der Kalendereintrag Dietlinde (Theodelind) zum 22. Januar gilt der Königin und wird auf die deutsche Kurzform übertragen.
Keine bekannten Namensträgerinnen und Namensträger.